KEINE GOTTESDIENSTE im Kloster wegen COVID-19 (Coronavirus)

Erzbistum München setzt alle öffentlichen Gottesdienste bis 19.4.2020 aus - das gilt auch im Kloster Schäftlarn!

Aufgrund der Coronakrise und des damit verbundenen allgemeinen Veranstaltungs- und Versammlungsverbots in Bayern sind auch in der Erzdiözese München und Freising bis zumindest einschließlich 19. April alle öffentlichen Gottesdienste ausgesetzt. Somit sind auch an den Kar- und Ostertagen keine öffentlichen Gottesdienste möglich. „Die Maßnahmen der Regierung sind harte Eingriffe in die Grundrechte der Menschen, auch eine Einschränkung der Religionsfreiheit, wie es sie wohl in unserem Land noch nie gegeben hat“, schreibt der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, in einem Brief an die pastoralen Mitarbeiter des Erzbistums.: „Aber wir wissen und anerkennen, dass es keine andere Möglichkeit gibt, das Leben möglichst vieler Menschen zu retten. Wir tragen auch Verantwortung für das ganze Gemeinwesen, in dem wir leben.“ Diese Regelung gilt auch im Kloster Schäftlarn.

Abt Petrus wendet sich deshalb mit einem Trostwort an alle Freunde unseres Klosters und Besucherinnen und Besucher unserer Gottesdienste.

  • Die Absage betrifft alle öffentlich zugänglichen Gottesdienste laut Gottesdienstordnung: Werktagsmesse um 7.00 Uhr, Sonntagsmessen 7.30 und 10.00 Uhr, Choralvesper an So und Feiertagen 18.00 Uhr. Es ist keine Teilnahme am Chorgebet möglich.
  • Es betrifft auch Ostern: Es findet keine öffentliche Feier der Karwoche und des österlichen Triduums statt.
  • Das Heilige Grab wird dieses Jahr nicht aufgebaut.
  • Die Kirche bleibt zu den üblichen Zeiten (8.00-18.00 Uhr) geöffnet, insbesondere für das stille Gebet.
  • Der bestellten Messintentionen wird laut aktuellem Gottesdienstplan gedacht, eine Teilnahme am Gottesdienst ist nicht möglich.
  • Messintentionen können weiterhin bestellt werden. Entweder direkt an der Pforte zu den üblichen Öffnungszeiten (Mo-Fr 9.00-17.15 Uhr/Sa 9.30-15.00 Uhr; telefonisch 08178 / 790) oder das ausliegende Kuvert in den Briefkasten werfen.
  • Gäste können bis auf weiteres keine aufgenommen werden.

Aktuelle Informationen auf den Seiten des Erzbistums

Fragen und Antworten zu Auswirkungen von SARS-CoV-2 (Coronavirus) auf das kirchliche Leben in der Erzdiözese München und Freising

Aus der Pressemitteilung des Erzbistums München und Freising:

„Das ist nicht das Ende des Gebets“

Kardinal Marx wendet sich nach Absage öffentlicher Gottesdienste in Videobotschaft an Gläubige

München, 13. März 2020. Nach der Absage aller öffentlichen Gottesdienste im Erzbistum München und Freising bis zum 3. April angesichts der Verbreitung des Coronavirus wendet sich Kardinal Reinhard Marx in einer Videobotschaft an die Gläubigen. Es sei auch für ihn „eine schlimme Nachricht“, dass die aktuelle Lage es erfordere, keine öffentlichen Gottesdienste mehr anzubieten, so der Erzbischof von München und Freising. „Es ist eine schwierige Situation, und die schneidet ein in unser kirchliches Leben.“ Gleichwohl müsse jetzt „Solidarität“ gezeigt und alles getan werden, „um das Ansteckungsrisiko zu vermindern, besonders für die Kranken, für die Alten, für die Schwachen. Alle Fachleute sagen, es muss jetzt etwas geschehen, und da sind wir gefordert“.
 
Es gelte, Verantwortung zu übernehmen für die ganze Gesellschaft und in solidarischer Gemeinschaft zu handeln: Die Kirche sei Teil der Gesellschaft und müsse ihren Beitrag leisten, so der Kardinal. „Die Kirchen bleiben natürlich geöffnet zum Gebet: Wir sind verbunden in der Gemeinschaft des Gebets, besonders beten wir für die Kranken, für die Pflegerinnen und Pfleger, für die Ärzte“, betont Erzbischof Marx. Trotz der Gottesdienstabsage ist Marx überzeugt: „Das ist nicht das Ende des Gebets.“ Auch in Notfällen werde Seelsorge weiter für die Menschen da sein.