Im Jahr 762 gegründet,
gehört Schäftlarn zu den bayerischen Urklöstern. Als Gründer gilt ein
Priester Waltrich, der die Gründung dem bischöflichen Stuhl in
Freising als Eigenkloster übergibt; als Kanonikerstift geht es in den
Ungarnwirren unter.
Bischof Otto von Freising erweckt 1140 das klösterliche Leben neu und
übergibt Schäftlarn den Prämonstratenser-Chorherren aus dem
schwäbischen Ursberg. Vom 12. bis zum 16. Jahrhundert entsteht eine
große Zahl teilweise prächtig geschmückter Handschriften.
1702 bis 1706 werden unter der
Leitung von Giovanni Antonio Viscardi die Klostergebäude in barocker
Manier neu errichtet. Ab 1733 wird die Klosterkirche als Glanzstück des
süddeutschen Spätbarock neu erbaut. 1803 zerstört die Säkularisation
das blühende klösterliche Leben.
König Ludwig I. von Bayern errichtet
Schäftlarn 1866 als Benediktinerpriorat neu und verpflichtet es zur Führung einer Lateinschule.