Aktuelles

Besuch der Otfried-Preußler-Ausstellung in Pullach

Der beliebte Kinder- und Jugendbuchautor Otfried Preußler zwischen der weltbekannten der „Der kleine Wassermann – Die kleine Hexe – Das kleine Gespenst-Trilogie“ und dem jahrzehntelang verschwiegenen nationalsozialistischen Erstlingswerk „Erntelager Geyer“

Am 20.12.2023 sind die drei 11ten Klassen zusammen mit Herrn Huber und Herrn Dr. Stierstorfer nach Pullach zum Otfried-Preußler-Gymnasium gefahren, um dort eine Ausstellung über Otfried Preußlers junge Jahre und dessen fantastisches und teilweise problematisches Oevre zu besichtigen. Während wir auf die Kuratoren der Ausstellung, Herrn Bader und Herrn Marx, warteten, wurden von allen Schülerinnen und Schülern Informationen zu den populären Werken Preußlers gesammelt, um uns mental auf die Ausstellung einzustellen.

Zunächst wurde die Vergangenheit der Schule in Bezug auf die (Um-)Benennung nach Otfried Preußler, Preußlers umstrittene Zeit bei der Hitlerjugend, dessen Dienstjahre als Nazi-Offiziersanwärter und der Grund des Beginns der Forschung nach Otfried Preußlers Vergangenheit von den Lehrern des Gymnasiums erklärt. Wegen Preußlers NS-Vergangenheit, zu der er sich leider nie offiziell geäußert hat, soll die Schule vielleicht sogar umbenannt werden. Dann konnte die von den Schülerinnen und Schülern des Otfried-Preußler-Gymnasiums erarbeitete Ausstellung mit riesigen Plakaten und bunten Preußler-Romanen und Bilderbüchern aus aller Welt erkundet werden.

Diese Ausstellung enthielt zudem diverse Daten über Preußlers Jugend, aber auch Graphiken, Bilder, Karten, Plakate und mehr. Daraus konnte man z.B. entnehmen, dass der beliebte Volksautor damals rasant und nahezu beispiellos in der Hitlerjugend aufgestiegen ist. Anschließend ging es einen Hörsaal, in dem es erst einen Vortrag von Herr Marx über Otfried Preußlers (NS-)Vergangenheit, dessen Jugend bis 1944 und dessen nahezu verschwiegene und ideologische Erstveröffentlichungen „Erntelager Geyer“, ein problematischer Roman zur Glorifizierung der Hitlerjugend und über die inneren Abläufe dieser Jugendorganisation ging.

Danach hat Herr Dr. Stierstorfer einen Vortrag über die von Preußler verwendeten Stilmittel, sprachlichen Besonderheiten, und wie diese mit Blick auf das Motiv der Vertreibung in seinen Werken „Krabat“, „Die Abenteuer des starken Wanja“ und „Die Flucht nach Ägypten“ verwendet werden, gehalten. Der Ausflug hat uns einen interessanten Einblick in Preußlers Leben und literarisches Schaffen gegeben, wobei gerade seine frühen Jahre einen negativen Beigeschmack hinterlassen. Sein Mittel- und Spätwerk hingegen ist voller Nächstenliebe für fantastische Randfiguren und weist somit in hohem Maße eine Alteritätstoleranz auf. Unter den von der Schule gesammelten Romanen konnten wir sogar eine „Räuber Hotzenplotz“-Ausgabe auf Japanisch bewundern. Trotz seiner Schattenseiten, die die Ausstellung schonungslos offenlegte, ist Preußler ein deutscher Autor von Weltrang.

Julius Rösler (11b) und Dr. Michael Stierstorfer

Besuch der Q12 der Operette "Die Fledermaus"

Am 11.1.24 besuchten 15 Schülerinnen und Schüler der Q12 passend zu Neujahr die bunte und fröhliche Operette "Die Fledermaus" von Johann Strauß im frisch renovierten Gärtnerplatztheater im Zentrum von München. Begleitet wurden wir von Herrn Stierstorfer und Herrn Pirchtner. Diese Veranstaltung ermöglichte uns der Schäftlarner Elternbeirat, weshalb wir diesem hiermit sehr danken. Die Vorführung beinhaltete eine sehr schöne und anschauliche Inszenierung, begleitet von guten Sängern und Sängerinnen. Vor allem die dekadente Feier im Rahmen des Maskenballs des Prinzen von Orlofsky, bei dem viel getanzt wurde, war besonders gelungen dargestellt. Insgesamt war es ein kulturell toller und schöner Abend, der uns in Erinnerung bleiben wird. 

Victoria Grass und Antoine Reich

Mit einer emotionalen Textstelle zum Erfolg – Zum Vorlesewettbewerb der sechsten Klassen

Einen wahrlich verbalen Wettkampf lieferten sich am 7.12.2023 die sechs Sechstklässler Paula Kehlitz (6c), Jakob Lederle (6c), Philipp Kuezek (6b), Marina Tietze (6b), Alma Blomeyer (6a) und Greta Köchner (6a) beim diesjährigen Lesewettbewerb der sechsten Klassen. Genremäßig war von allem etwas dabei - von Komödie über Fantasy bis hin zu emotionaleren tierischen Abenteuergeschichten wie “Buddy”, mit dem Greta Köchner schließlich die Herzen der Jury erobern konnte. Diese bestand aus Abt Petrus, Schulleiter Herr Sagmeister, dessen Stellvertreter Herr Bär und den Deutschlehrern Herr Dr. Stierstorfer, Herr Heiß und Frau Tillmann. Gast in der Jury war außerdem Anna Wiechmann (11c) aus dem P-Seminar “Booktubes”. Die Siegerin konnte vor allem mit ihrem guten Leserhythmus und der richtigen Ruhe - perfekt angepasst an die vorgelesene, auf die Tränendrüse drückende Endszene aus “Buddy” - die Jury überzeugen und sich somit als Siegerin krönen lassen. Sie vertrat unsere Schule sodann mehr als würdig im Kreiswettbewerb, wo sie vor einem großen Publikum gekonnt vorlas.

Valtin Oeller 11b

Über Brot und Spiele im Lateinunterricht - Eine Exkursion an die LMU zum Thementag "Politische Bildung in alten Sprachen"

Am 07.12.2023 durften die Schüler des Lateinkurses aus der 12. Klasse einen sehr interessanten und lehrreichen Vortrag von ihrem Lehrer Herrn Stierstorfer an der LMU anhören. Die Q12ler besuchten den Latein-Thementag „Polis et res publica: Politische Bildung im altsprachlichen Unterricht heute und morgen“. Neben Herrn Stierstorfer hielt auch Prof. Janka einen Vortrag über Caesar und Cicero in den Romanen des weltbekannten Autors Robert Harris.

In seinem Vortrag hat Herr Stierstorfer sodann seine Zuhörer über die Tribute von Panem als multimediale und mehrsprachige Lektüre für die Jahrgangsstufen 10 beziehungsweise 13 informiert. Dafür zeigte er zahlreiche Bezüge und Parallelen der Trilogie zur Antike auf. Besonders hat Herr Stierstorfer die Parallelen zu den Gladiatorenspielen, zu den Ständekämpfen und zur griechisch-römischen Mythologie hervorgehoben. Seine Übersetzung der Tribute ins Lateinische, die er zusammen mit Markus Janka für den Reclam-Verlag geschrieben hat, soll für jeden Lateinunterricht eine Abwechslung darstellen und die Begeisterung der Schüler wecken.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Kenntnisse unseres Lateinlehrers über die Trilogie und sein tiefgehendes Verständnis für die mehrschichtige Erzählung nicht nur seine Schüler, sondern auch sein Publikum, unter dem sich auch Frau Sanabria und Herr Ziegler befanden, in ihren Bann gezogen hat. Seine Leidenschaft für das Thema war deutlich spürbar und hat die Begeisterung für die Lektüre geweckt.

Wir sind dankbar für die Möglichkeit, von Herrn Stierstorfer so fundiert und leidenschaftlich über die Tribute von Panem informiert worden zu sein. Dieser Vortrag hat einen unvergesslichen Eindruck bei uns hinterlassen.

Nochmals herzlichen Dank für diese bereichernde Veranstaltung.

Anna von Maldeghem (Q12)

Neu ernannter Schulseelsorger

P. Gabriel ist der neu ernannte Schulseelsorger am Gymnasium Schäftlarn. Die Ernennung bestätigte Abt Petrus. Jeden Montag von 13.10 bis 13.40 Uhr lädt der Benediktiner ein zur Eucharistischen Anbetung in der Internatskapelle im 4. Stock, zu einem Gespräch und zum Empfang der Beichte. Das Seelsorge-Angebot soll entschleunigen, Zeit für Wesentliches einräumen und bewusst eine Zäsur setzen zum Schulalltag.

P. Gabriel möchte den jungen Menschen Orientierung schenken, bei Verunsicherungen und Krisen beistehen und die Entdeckung der eigenen Berufung begleiten. Wichtig sei, dass der Mensch im Mittelpunkt steht, unabhängig von kirchlichen oder schulischen Interessen, sondern vom religiös-christlichen Gedanken her, sagt P. Gabriel. "Dafür braucht es Empathie und Professionalität“.

Seit über 25 Jahren ist P. Gabriel Vogelsang katholischer Priester der Erzdiözese München-Freising und seit zwei Jahren Benediktiner. Auch im Rahmen der Firmvorbereitung in Josefstal mit Schülern der 8. Klasse motiviert P. Gabriel zur Selbstreflexion und bietet den Firmlingen Vier-Augen-Gespräche an.

Das Pastoralteam des Schäftlarner Schulfamilie gratuliert P. Gabriel zur Ernennung als Schulseelsorger. Er sei der geeignete Mann für diese verantwortungsvolle Aufgabe.

 

 

Das P-Seminar Booktubes gewinnt beim Oberbayerischen Filmfestival den Publikumspreis

Am 18.11.23 war das komplette P-Seminar Booktubes sehr angespannt: Unser Kurzfilm zu Kirsten Boies „Dunkelnacht“ hatte einen der begehrten Programmplätze beim oberbayerischen Jugendfilmfest ergattert. Das Spektrum der anderen Filme reichte von Handysucht über Stalking bis hin zu Auswirkungen des Ukrainekriegs auf deutsche und ukrainische Jugendliche. Durch den bunten Abend führte eloquent und humorvoll die bekannte Schauspielerin Ivy Lißack (bekanntester Film: „Und morgen die ganze Welt“). Unser sachlich-nüchternes Booktube zu den Hintergründen der Entstehung des Romans „Dunkelnacht“ war also eher ein Außenseitervideo. Dennoch hat es offenbar und trotz des eher schweren Themas den Geschmack des Publikums getroffen, sodass dieses uns zum besten Film des Abends kürte. Als Belohnung erhielten die P-Seminaristen nicht nur eine Urkunde, Goodie-Bags und ein Preisgeld, sondern verbrachten auch einen wunderschönen Filmenachmittag mit exzellentem Catering.

Zu diesem freudigen Ereignis schrieb Anne Thoma, die Leiterin der Medienkompetenzprojekte des BR: „Große Freude bei den Jugendlichen vom Gymnasium der Benediktiner Schäftlarn. Sie haben den Publikumspreis beim oberbayerischen Jugendfilmfest JUFINALE 2023 gewonnen. Herzlichen Glückwunsch! Im Rahmen einer P-Seminar-Kooperation mit den BR-Medienkompetenzprojekten hatten die Schülerinnen und Schüler ein booktube zu dem Roman "Dunkelnacht" von Kirsten Boie produziert. Das Thema des Booktubes: die Penzberger Mordnacht unmittelbar vor Kriegsende 1945. Angesichts des aufkeimenden Rechtsextremismus ein hochaktueller Bezug. Mit Unterstützung von BR-Coach Ina-Maria Schaffer hatte man das Storyboard zu dem Film entwickelt. Mediengestalter Noel Chojnacki hatte die Jugendlichen in Sachen Produktion geschult.“

Der Kurzfilm zu "Dunkelnacht" kann hier eingesehen werden:

https://www.youtube.com/watch?v=RVtZ1igJq5s

Mehr Bilder und Infos zur Veranstaltung finden sich hier:

https://www.br.de/medienkompetenzprojekte/inhalt/p-seminar/p-seminar-booktubes-gymnasium-benediktiner-schaeftlarn-auszeichnung100.html

Das P-Seminar Booktubes zusammen mit Dr. Michael Stierstorfer

Fotos: Ralph Groß

 

 

Rasende Reporter zu Gast in Schäftlarn

Das P-Seminar Booktubes erhält einen exklusiven Einblick in das Tätigkeitsfeld von Journalisten

Am 18.10.23 wurde den Schülerinnen und Schülern des P-Seminar Booktubes eine große Ehre zuteil: Sie bekamen Besuch von der SZ-Reporterin Veronika Ellecosta und dem SZ-Fotografen Manfred Neubauer. Die sehr freundliche Reporterin interessierte sich sehr für den Entstehungsprozess der Booktubes mit Blick auf Ideenfindung, Arbeitsaufwand, Intention und gruppendynamische Prozesse. Zugleich erhielten die P-Seminaristen dadurch einen authentischen Eindruck in den Arbeitsbereich des Journalismus, wie man auch an folgenden Statements des Seminars sieht:

Fidel: „Der SZ-Besuch war wirklich eine Bereicherung, da man nicht nur einen Einblick in das Berufsleben einer Reporterin bekommen hat, sondern auch von einem Fotographen.“

Vincent: „Der SZ-Besuch war für mich eine tolle Erfahrung, da ich jetzt mal sehen konnte, wie ein Interview abläuft, und welche Aufgaben ein Reporter erfüllen muss, damit eine möglichst gute Reportage entsteht.“

Benno: „Der SZ-Besuch hat mich mit einer interessanten Erfahrung in Bezug auf die Zeitungsbranche bereichert. Mir ist nun klar, wie schwierig und aufwendig, aber zugleich aufschlussreich und lebendig der Beruf einer Reporterin ist.“

Anna-Maria: „Der SZ-Besuch hat mir gefallen. Es war sehr erstaunlich, welche Abwechslung die Fragen der Reporterin geboten hatten. Die Journalistin hat an alles gedacht und es war sehr interessant, wie dieser Beruf in echt aussieht.“

Wir danken der SZ sehr herzlich für den Besuch und den Artikel, der im Rahmen des Interviews entstanden ist und der unter folgendem Link online abgerufen werden kann:

www.sueddeutsche.de/muenchen/wolfratshausen/schaeftlarn-gymnasium-booktubes-sommers-weltliteratur-animal-farm-dunkelnacht-kirsten-boie-1.6299637

Das P-Seminar Booktubes zusammen mit Dr. Michael Stierstorfer

 

 

Ein Nobelpreisträger zum Anfassen

Einen frisch gebackenen Nobelpreisträger persönlich kennenlernen – dieser Traum ging für einige Schüler:innen am 24.10.2023 in Erfüllung. Im Rahmen der Ringveranstaltung Naturwissenschaften fand eine Exkursion in das PhotonLab am Max-Planck-Institut für Quantenoptik in Garching statt. Der Direktor des Institutes, Ferenc Krausz, wurde drei Wochen zuvor zusammen mir zwei Mitstreitern mit den Physik-Nobelpreis ausgezeichnet. Krausz nahm sich die Zeit für eine Begegnung und ein gemeinsames Foto mit den Teilnehmenden, für alle Beteiligten eine einmalige Erfahrung.

 

 

Französisches Theater im Amerikahaus: Interessierte Schülerinnen und Schüler in „Notre-Dame de Paris“ von Victor Hugo

Am Montag, dem 23.10.2023, begaben sich fünf literatur- und theaterinteressiere Schülerinnen und Schüler aus dem Q12-Französisch-Kurs sowie aus den 10.Klassen mit ihrem Französisch-Lehrer, Herrn Ziegler, ins Amerikahaus am Karolinenplatz in München, um sich abends um 19:30 eine Theaterfassung des berühmten Romans „Notre-Dame de Paris“, im Deutschen bekannt als „Der Glöckner von Notre Dame“, anzusehen. Aufgeführt wurde das zur Weltliteratur zählende Roman von der „American Drama Group“, die auch französische Stücke in ihrem Repertoire führt. Die Schauspieler kommen in der Regel aus New York, London und in diesem Fall aus Paris. Somit konnten die Schüler französische Muttersprachler hören. Erfreulicherweise ließ uns die Theatergruppe den französischen Aufführungstext bereits vorab zukommen, was das Verständnis erleichterte. Die American Drama Group schreibt selbst über das Bühnenwerk: „Notre Dame de Paris“ ist zweifellos der berühmteste Roman der französischen Literatur. Wie immer bei Victor Hugo finden wir in der Erzählung einen großen Sinn für Gerechtigkeit; sozial und moralisch, dazu eine wunderbar erzählte Geschichte und fast unterhaltsam filmisch.“ Das Stück behandelt viele Themen und Ideen, die auch heute noch relevant sind: die Verbindung von Religion und Moral, das Verhalten gegenüber Minderheiten und denen, die für „kulturfremd“ gehalten werden, das Erkennen der inneren Schönheit im vermeintlich Hässlichem und die Frage nach Schein und Sein. Mit großem artistischem Einsatz an der nachgebauten Kulisse der Kathedrale Notre-Dame zog die Theatertruppe das überwiegend junge Publikum mit Witz, Esprit und innovativer Spieltechnik in ihren Bann. Bei solchem Einsatz und derartiger Spielfreude war man sich am Ende einig: wir freuen uns auf die nächste Aufführung.

Austausch mit Paris und Straßburg 2023/2024

Nun schon zum zweiten Mal nach der durch Corona verursachten Zwangspause reisten am Freitag, den 13.10.23 unsere Partner aus Straßburg und Paris an. In diesem Jahr werden alle Rekorde bei den Teilnehmern gebrochen, denn es sind 59 Franzosen und 59 Deutsche, also insgesamt 118 Schülerinnen und Schüler, die zusammen an Ausflügen und Projekten teilnehmen.

Daher gab es zwei verschiedene Programme, im Folgenden ein paar Eindrücke davon.

Gemeinsamer Sport mit den deutschen „Corres“ im Wechsel mit einem leckeren Kuchenbuffet, das eigens von unseren Schülern mit viel Liebe bestückt wurde.
Bavaria Filmstudios: Dort drehten unsere Partner aus Straßburg einen eigenen Film.
Allianz Arena: Geführte Tour durch das Stadion, die Kabinen, Informationen zur Architektur und dem Spielbetrieb für die Pariser.
BMW-Welt: Dort konnten die neuesten Modelle, aber auch Oldtimer besucht werden, die Motorräder waren heiß begehrt.
Chiemsee: jeweils ein gemeinsamer Ausflug mit den deutschen Partnern zur Herreninsel mit Schlossführung und zur Fraueninsel.
Stadtführung durch München.

Der Austausch bedeutet für unsere Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit mit „echten“ Franzosen in Kontakt zu kommen und interkulturelles Lernen in der Realität zu erleben. Fragen wie: Warum heißt es im Deutschen nicht einfach „Frau“ oder „Mann“, sondern immer „Frau/Herr Mustermann“ sind für uns nicht immer einfach zu beantworten. Dies fördert jedoch das interkulturelle Verständnis auf beiden Seiten ganz nebenbei.

Unsere Schüler haben sich auch am Wochenende und in der Freizeit alle erdenkliche Mühe gegeben, ihren „Corres“ ein abwechslungsreiches und interessantes Programm zu bieten, von Bergtouren zum Herzogstand, über den Besuch von Neuschwanstein oder einen gemeinsamen Besuch beim Bowling war alles dabei. Ein großes Dankeschön hier an alle Schüler und Schülerinnen, sowie ihre Eltern, die die Gäste so herzlich aufgenommen haben.

Ein besonderer Dank gilt auch meinen Kollegen Hr. Ziegler, Hr. Remmele, Pater Thaddäus, Fr. Simet, Fr. Schwaiger, Fr. Conzen, Hr. Jung, Fr. Emmert, Hr. Lang und Henry, ohne die ein solches Projekt niemals hätte durchgeführt werden können. Auch Herr Sagmeister hat uns tatkräftig unterstützt und den französischen Kollegen eine detaillierte Führung durch das Kloster sowie etliches anderes ermöglicht.

Wir freuen uns schon auf unsere Gegenbesuche in Straßburg und Paris im März 2024.

Yvonne Kraus

 

„Propheten des Friedens“ - Koptisch-katholischer Bischof spricht über die Situation der Christen in Ägypten während seines Besuchs am Gymnasium Schäftlarn

„Ihr seid das Salz der Erde“ (Mt, 5,13) - unter dem biblischen Leitwort der Bergpredigt empfingen wir am 12. Oktober 2023 „hohen Besuch“ am Benediktiner-Gymnasium Schäftlarn. Der ägyptische Bischof Thoma Adly Zaky erzählte den Schüler:innen und Lehrer:innen, was es bedeutet, in einem Land wie Ägypten zu einer religiösen Minderheit zu gehören. Nur etwa zehn Prozent der über einhundert Millionen Einwohner Ägyptens sind Christen. Seit 2018 ist Zaky Bischof der koptisch-katholischen Kirche und zuständig für die Diözese Gizeh. Der Bischof kam nach Schäftlarn im Rahmen der Missio-Kampagne zum Weltmissionssonntag 2023, zusammen mit seinem Schutzengel Klaas van Meerten, Frau Dr. Patricia Wackers von der Abteilung Weltkirche der Erzdiözese München-Freising, Herr Hartmut Bannert („Life to Share“) und Frau Susanne Riedlbauer (missio).

Wo zwei oder drei - auf die richtige Prise kommt es an

Mit den Fünft- bis Achtklässlern feierten wir zunächst in der Klosterkirche eine Andacht. Herr van Laak und Herr Winkler führten in einem Anspiel aus, wie lebenswichtig der Nährstoff Salz ist. Dabei konnten die Schüler:innen erleben: Ohne Salz schmeckt das Essen fad, zu viel Salz und die Suppe ist versalzen. Es brauche die richtige Prise, ungefähr sechs Gramm Salz pro Tag, damit Körper und Nerven gut funktionieren. In ähnlicher Weise spricht Jesus davon, dass Menschen, die Ihm nachfolgen, „Salz der Erde“ sind und sein sollen. Dabei kommt es nicht darauf an, möglichst viele zu sein, beispielsweise möglichst viele Likes in den sozialen Netzwerken zu bekommen, sondern es genügen zwei oder drei, die wirklich in Jesu Namen anwesend sind. Auf die richtige Prise, das richtige Maß, kommt es an und auf das Bekenntnis zu Jesus Christus!

Nach dem Anspiel sprach Bischof Thomas Adly Zaky davon, dass die Christen im Nahen Osten nicht nur dem jesuanischen Bildwort „Salz der Erde“ und „Licht der Welt“ gerecht würden, sondern zuweilen sogar wie „Lämmer unter den Wölfen“ leben müssten. Besonders hart traf es die koptischen Christen infolge des Arabischen Frühlings während der Herrschaft der Muslimbrüder 2012-2014. Christen mussten zusehen, wie Schulen und Kirchen zerstört wurden. Die Franziskanerinnen der koptisch-katholischen Schule in Beni Suef konnten rechtzeitig von befreundeten muslimischen Mitbürgern gewarnt werden, sodass sie sich vor den Islamisten in Sicherheit bringen konnten, erzählte Bischof Zaky. Als „Propheten des Friedens“ versuchen die koptischen Christen in Harmonie mit der Mehrheitsreligion Islam zusammenzuleben. Das drückt sich vor allem darin aus, dass Menschen in Ägypten, bevor sie ein Haus betreten, einander „Salam“ - Der Friede sei mit dir - wünschen. Zum Abschluss des Gottesdienstes in Schäftlarn beteten wir gemeinsam das „Vater unser“ auf Englisch.

In einer anschließenden Talkshow in der Aula moderierte Luisa Sunde vor den anwesenden Neun-, Zehnt- und Elftklässlern. Nach einem Grußwort von Abt Petrus und zwei Ständchen der Bläsergruppe (Leitung: Ingeborg Lutz) sowie verblüffenden Performances der Akrobatik-AG (erinnert sei an Springseil springen auf einem Gymnastikball balancierend! Leitung: Judith Tillmann, Herbert Remmele) beantwortete Bischof Thomas Adly Zaky die Fragen, die Luisa, Emilie, Olha, Elisabeth, Herr van Laak und Herr Winkler vorbereitet hatten. Der mitgereiste „missio-Schutzengel“ Klaas van Meerten übersetzte wie schon in der Klosterkirche vom Italienischen ins Deutsche. Bischof Zaky sprach Italienisch, weil er etwa zehn Jahre in Rom gelebt hatte. Als Professor für Bibelwissenschaften war er unter anderem tätig am Päpstlichen Institut für Arabische und Islamische Studien. Bischof Thomas beantwortete viele Fragen und ließ es sich nicht nehmen, der versammelten Schülerschaft auch eine Frage zu stellen: „Wie gelingt es euch, das Gleichgewicht von Jugendlich-Sein, Kirche und Gesellschaft zu leben?“, fragte er. Carlo Kirn bewies Spontanität, Mut und Ehrlichkeit bei seiner Antwort. Nach einem Auftritt des Schulchors (Leitung: Catharina Seidel) dankte unser Schulleiter Herr Sagmeister den Anwesenden und bat den Bischof um den Segen. Bischof Zaky verband seinen Segen gleich mit einer Einladung, seine Diözese, also in etwa dort wo die berühmten Pyramiden stehen, auch mal zu besuchen.

Der Besuch des ägyptischen Bischofs fand an diesem Nachmittag einen angenehmen Ausklang bei spätsommerlichen Temperaturen und typisch-bayerischer Kost im Klosterbräustüberl.

Benedikt Winkler

 

 

Probentage in Alteglofsheim

Die Probentage zu Beginn des Schuljahres sind seit Jahren fester Bestandteil des Schulkalenders. Für die beiden großen musikalischen Ziele des Jahres, den Hausmusikabend und das Weihnachtskonzert, übten die Big Band und der Chor unter der Leitung von Fr. Lutz und Fr. Seidel voll Begeisterung und mit großem Engagement drei Tage im Schloss Alteglofsheim.

Wir laden herzlich zu den beiden Veranstaltungen, die wie jedes Jahr zur "Recration des Gemüths" (J.S. Bach) beitragen werden, ein:

  • Hausmusikabend am 21. November um 18 Uhr in Aula
  • Weihnachtskonzert am 19. Dezember um 19 Uhr in der Klosterkirche (Kartenvorverkauf über das Sekretariat)

 

 

Unsere neuen "Bufdis"

Die neuen "Bufdis" (vorne v. l. n. r.): Sebastian, Esther, Mia, Henry, Nils, Jakob.
Hinten links: Präfekt Moritz Lang, hinten rechts: Internats- und Ganztageskoordinator Caspar van Laak.

Wir heißen unsere neuen sechs „Bufdis“, die in diesem Jahr ihren Bundesfreiwilligendienst am Gymnasium Schäftlarn ableisten, herzlich Willkommen. Sie helfen in der Küche, bei der Essensausgabe, beim Lernen und im Internat aus und unterstützen zudem das Handwerkerteam. Angeleitet und unterstützt werden sie dabei vom Internats- und Ganztageskoordinator Caspar van Laak sowie dem Präfekten Moritz Lang.

Auf ein abwechslungsreiches und spannendes Jahr!

 

 

Im Golfen oberbayerischer Zweiter von insgesamt 14 Schulen

Vielversprechendes junges Team am Start

Am frühen Morgen des 14. Juni fuhren sechs begeistere Golfer bei bestem Wetter zum Bezirksfinale Oberbayern nach Ebersberg. Fünf der Schülerinnen waren für das 18-Loch-Turnier gemeldet und freuten sich auf ihre Runde, denn es herrschten Traumbedingungen.

Eingeteilt in 3er-Flights machten alle ihre Sache sehr gut. Es gab 3 Unterspielungen - besser als ihr Handicap gespielt! Zwei, die nur knapp unter Par verfehlten. Insgesamt: ein tolles Ergebnis. Das Gymnasium der Benediktiner Schäftlarn erzielte in unserer Wettkampfklasse II einen hervorragenden 2. Platz von insgesamt 14 Schulen.

Parallel zu dem 18-Lochspiel fand der Golfcontest statt. Hier ging es hauptsächlich darum, dass sich golfinteressierte, noch im Anfängerstadium stehende Schüler und Schülerinnen in drei Disziplinen verglichen. Aufgrund einiger kurzfristiger und krankheitsbedingter Absagen am frühen Morgen konnten wir hier nur außer Konkurrenz starten.

Rundum war es ein sehr schöner und erfolgreicher Tag und wir freuen uns bereits auf nächstes Jahr. Mit dabei waren:
Carlina Linde (6a), Paul Utzschneider (6a), Cecilie Volckens (8c), Helena Ager (8c), Carla Lotz (9d) und Nelly Fischer (9b)

P. Thaddäus Schreiber OSB

 

 

 

Der Jugendliteraturpreis und Sommers Weltliteratur to go hautnah

Das P-Seminar Booktubes besucht den Arbeitskreis für Jugendliteratur und lädt den Booktuber Michael Sommer ein.

Am 12.07. organisierte das P-Seminar Booktubes nach den umfangreichen Studio- und Outdoor-Drehs mit dem BR eine Veranstaltung mit dem Grimme-Preis-Träger Michael Sommer, der in der Nähe der Blutenburg wohnt. Er gab uns im Rahmen seines Vortrags und Werkstattgesprächs einen vielschichtigen Blick hinter die Kulissen seiner Arbeit als Social Media Star und Content Creator von beliebten Kurzvideos, die Weltliteratur pointiert zusammenfassen. Er selbst würde sich jedoch anders bezeichnen, wie er uns im Interview mitteilt: „Ach, solche Begriffe wie Booktuber kommen und gehen, für mich klingt Booktube nach dem Gang, den ein Bücherwurm in eine harte Substanz gefressen hat, durch den jetzt andere auch eindringen können. Was nicht schlecht ist; persönlich bevorzuge ich den wertungsfreien Begriff Literaturfuzzi.“ (O-Ton Michael Sommer) Sodann gab er den interessierten Schülerinnen und Schülern Tipps zum Erstellen von eigenen kreativen Kurzvideos und lud sie ein, auch einmal auf seinem Kanal ein Video als Gastbeitrag zu publizieren.

All seine Tipps nahm das P-Seminar auf und versuchte diese, anhand dem eigens für das Seminar gegründeten Booktube-Channel namens „GBS-Booktubes“ umzusetzen. Ob uns dies gelungen ist? Sehen Sie gerne selbst, indem Sie den folgenden QR-Code mit dem Smartphone einscannen oder hier klicken und sodann direkt zu unserem Channel gelangen. Wir freuen uns auf reges Interesse. Die beiden Booktubes zu den Romanen „Dunkelnacht“ (Boie) und „Animal Farm“ (Orwell), die mit dem BR produziert wurden, finden sich dort auch.

Am 20.07. besuchte das P-Seminar Booktubes sodann den Arbeitskreis für Jugendliteratur in Mittersendling. Die Projektleiterinnen Linda Wiechert und Evi Nagler informierten dabei die Schülerinnen und Schüler über die Jugendbuch-Nominierungen und Prämierungen der letzten Jahre und beschrieben auch die professionelle Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Darüber hinaus bekamen wir auch einen tollen Enblick in die Organisationsarbeit der aufwändigen Preisverleihung auf der Buchmesse in Frankfurt a.M. Bei Besuch hatten die Schülerinnen und Schüler auch genügend Zeit, um in sämtlichen spannenden, nominierten Titeln zu schmökern und sich ihr eigenes Urteil zu bilden. Hoch lebe das Jugendbuch!

Das P-Seminar Booktubes zusammen mit Dr. Michael Stierstorfer

 

 

Schulwallfahrt zur Benediktinerabtei Scheyern

 

Am 11. Juli, dem Namenstag des Heiligen Benedikt, machte sich die Schulgemeinschaft bei herrlichstem Wetter zu einer Wallfahrt zur Benediktinerabtei Scheyern auf. Mit dem Bus ging es in die Hallertau, um auf malerischen Wegen zur Abtei zu wandern. Nach einem Gottesdienst gab es in der Klosterschenke eine Stärkung, anschließend wurden das Klosteranwesen (Unterstufe), die ökologische Landwirtschaft (Mittelstufe) und die Brauerei (Oberstufe) besichtigt.

TENNIS wagt sich auf den Centercourt. Schule auf dem Tennisplatz in Hohenschäftlarn

Dieses Jahr durfte etwas Neues beginnen: Drei Mannschaften starteten bei „Jugend trainiert für Olympia“. Das Losglück wollte es, dass alle Erstversuche auf dem heimischen Platz stattfinden durfte. Hohenschäftlarn ist die Heimat des TSV Schäftlarn mit drei Hallen- und sechs Außenplätzen. Mit etwas Vorbereitung kamen Mannschaften aus insgesamt fünf Vereinen von Jahrgang 2007 bis 2012 zusammen: neben dem TSV natürlich, auch Berg, Straßlach, Grünwald und Oberhaching. Das höchste erreichten die jüngsten Mädchen, Wettkampfklasse IV mit dem Halbfinale der Bayerischen, gegen das Gymnasium Kirchheim, welche Topanwärter auf den Finalsieg sind. Zwei bestritten ihr erstes volles Match. Mit viel Spaß waren auch die älteren Mädchen, WK III, im Achtelfinale, verloren aber klar gegen das Gymnasium Ismaning. Für die Zukunft ein ganz heißer Kandidat auf den Gewinn werden die Jungs der WK IV, die altersmäßig nächstes Jahr noch einmal komplett antreten dürfen. Sie verloren gegen das Apian-Gymnasium aus Ingolstadt im Viertelfinale für Oberbayern.

Das Internat verabschiedet sich...

... von seinen diesjährigen Abiturienten Tim, Thorben, Vinzenz, Paul, Leo und Jannik. 

Wir gratulieren euch von ganzem Herzen zum Abitur und wünschen euch viel Erfolg und alles Gute auf eurem weiteren Lebensweg!

Wir hoffen, dass ihr die Schäftlarner Internatszeit mit den Grillabenden, Ausflügen und vielem mehr in guter Erinnerung behaltet! Lasst ab und zu etwas von euch hören.

Die Schulgemeinschaft feiert mit Abt Petrus

Am Dienstag, den 27. Juni, feierte die Schulgemeinschaft mit Abt Petrus seinen 60. Geburtstag. Hierfür wurde von all unseren Schülern ein Spalier vom Altbau bis zum Neubau gebildet und Blumen überreicht. Vor dem Neubau gab anschließend die Big Band ein paar Ständchen zum Besten und es wurde gesungen.

Wir wünschen Abt Petrus alles Gute, Gottes Segen und dass er der Abtei und Schule weiterhin so souverän und menschlich vorsteht.

Unsere "Bufdis"

Ein abwechslungsreiches Jahr liegt hinter den sechs jungen Erwachsenen, die während des Schuljahrs 2022/23 am Gymnasium und Internat Kloster Schäftlarn ihren Bundesfreiwilligendienst geleistet haben. Mitgeholfen haben die sechs „Bufdis“ in der Küche, bei der Essenausgabe sowie beim Lernen und der Freizeitgestaltung der Internatsschüler. „Die Abenddienste im Internat waren sehr toll und haben sehr Spaß gemacht“, sagt Sude. „Besonders cool waren auch die Ausflüge wie zum Beispiel zum Skyline-Park und das Skilager“, schwärmt Hanna. Clara bilanziert, dass sie selbstbewusster und stärker geworden sei und dass sie viel über sich gelernt hätte. 

Wir wünschen den sechs jungen Erwachsenen alles Gute für ihren weiteren Lebensweg.

Schüleraustausch mit dem Collège Episcopal St - Étienne in Strasbourg (23.03.2023-30.03.2023)

In freudiger Erwartung des lang ersehnten Wiedersehens mit ihren französischen Austauschpartnern, die Schäftlarn bereits im Oktober besucht hatten, brachen 28 Schülerinnen und Schüler am 23.3.23 mit ihren Begleitlehrkräften Herrn Ziegler und Frau Adorf per Bus nach Strasbourg auf, die „Hauptstadt Europas“ und UNESCO-Weltkulturerbe.

Die französische Schule dort ist in mehrfacher Hinsicht ein besonderer Ort - kann sie doch auf eine lange Tradition zurückblicken. Die Abtei St. Etienne feierte 2018 ihr 1300 -jähriges Jubiläum. Die Schule selbst  öffnete 1861 ihre Türen für damals 240 Schüler; 1874 wurde sie von Bismarck wieder geschlossen, ehe sie 1883 wiedereröffnet wurde. 1944 wurde das Kirchenschiff der Abtei durch amerikanische Bombenangriffe schwer beschädigt und in den 1950er Jahren neu errichtet.  „Deviens ce que tu es“ – „Werde, was du bist’’  lautet das Motto der Schule. Als Pausengong dient ein eigens komponierter Schulsong.

Nachdem aufgrund der Pandemie der Austausch drei Jahre nicht möglich war, stand die Fahrt auch im Zeichen der Wiederbelebung der schon lange währenden deutsch-französischen Freundschaft zwischen Kloster Schäftlarn und Saint-Etienne, ein Erbe, das bewahrt, gestaltet und am Leben gehalten werden will. Dank gebührt an dieser Stelle allen, die sich darum seit Jahren bemühen, an erster Stelle Herrn OStD Wolfgang Sagmeister und Frau OStR Yvonne Kraus, deren Organisation und Erfahrung es zu verdanken ist, dass der Austausch nach der pandemiebedingt schwierigen Zeit am Leben geblieben ist.

Die Demonstrationen und Streiks in Frankreich gegen die Rentenformen erforderten vor Ort ein hohes Maß an organisatorischer Flexibilität. So wurde die Schäftlarner Delegation auch gleich von den französischen Schülern am Busparkplatz außerhalb des Zentrums abgeholt und zielsicher zur Schule geleitet. Dann ging es gleich in die Gastfamilien und ein erlebnisreiches Wochenende warf seine Schatten voraus.

Am Freitag stand nach einem kurzen Besuch der chapelle die Besichtigung des Europa-Parlaments auf dem Programm. Dort konnten sich die Schüler anhand einer Führung durch Plenarsaal und Gebäude ein Bild von dieser Institution machen. Wegen eines abrupten Feueralarms war der Besuch der Multimedia-Schau leider nicht möglich – dennoch ließ die exzellente Führung keine Fragen offen und lieferte ein anschauliches Bild von Europa, EU-Politik und Demokratie im Allgemeinen. Nach einer gemeinsamen Mittagspause mit den Franzosen hieß es nun: Auf zur Stadtführung!  Auf der kurzweiligen und schüleraktivierend gestalteten Tour erfuhren die Schüler Kurioses und Wissenswertes über die Stadt Strasbourg und bekamen einen Überblick über die incontournables, die Highlights, die man in Strasbourg erlebt und gesehen haben muss. Besonders hervorzuheben: die Ile mit ihren  21 Brücken und kleinen Übergängen, die sich um das Zentrum schlängelt, die berühmte Cathédrale Notre-Dame und das Gerberviertel Petite-France mit seinen vielen Fachwerkhäusern. Leider machte der Dauerregen einen soliden Regenschutz unerlässlich und so mancher war froh, dass die Führung in der Kathedrale etwas länger dauerte. Das Wochenende verbrachten die Schüler in ihren Familien.

Bei sonnigem Wetter und milden Temperaturen genossen die Schüler am Montag nach einem kurzen Morgenspaziergang an der Ile eine Bootsfahrt, von der sich ganz neue Perspektiven auf die Sehenswürdigkeiten der Stadt (und so manches Getier, das sich vergnügt im Wasser tummelte und zu Foto-Sessions einlud) eröffneten.

Der nächste Programmpunkt war der Besuch des Europa-Zentrums „Lieux d’Europe“ im Europa-Viertel. Anhand einer Rallye in Gruppen durch das Viertel mit Fragen zur EU und den hiesigen Institutionen gewannen die Schüler einen Eindruck von der EU. Politische Bildung in angenehmer Atmosphäre.

Der nächste Tag führte uns zusammen mit den Franzosen nach Colmar, wo unter anderem der berühmte Isenheimer Altar besichtigt wurde. Danach erhielten die Schüler am Collège eine Einführung in die Geschichte und Kultur des Elsasses und die Beziehungen zwischen Frankreich und Deutschland.

Mit einem festlichen, französischen Menü wartete der Mittwoch auf: ein vom französischen Küchenchef und Restaurant-Gourmet von Saint-Etienne zubereitetes Bankett ließ keine Wünsche offen. Alkoholfreier Mojito als Aperitif, Jakobsmuscheln in Blätterteig, gegrilltes Perlhuhn mit Kartoffelgratin und glasierten Erbsen sowie – extra für die bayerischen Gäste – als Dessert einen „Bavarois“  („Bayer“): So nennt man eine Karamell-Creme mit gesalzener Butter; garniert wurde er von einem Ananas-Carpaccio. 

Danach erhielten die Schüler eine Schulführung durch Räumlichkeiten, Sporthalle und Aula samt kleiner Akrobatik-Einlage. Der Zugang zur Kajak-Strecke auf der Ile fast vom Pausenhof aus ließ so manchen den Sommer sehnlichst herbeiwünschen.

Eine Foto-Rallye in Kleingruppen durch Strasbourg, bei der Rätsel gelöst und kuriose Fotos gemacht werden mussten, rundete am Donnerstag die Woche ab. Gemeinschaftlich  erarbeiteten deutsch-französische Teams kurze, zweisprachige Präsentationen, die in der Krypta (allerdings ein hochmoderner Multimedia-Saal!) der Abtei direkt unter der Kirche vorgestellt wurden.

Nach ausgiebiger und emotionaler Verabschiedung hieß es dann am Donnerstag morgen: Au revoir, Strasbourg und ein letztes Mal durch Regen und Wind und an einer gefräßigen Taube vorbei Durchkämpfen in den Bus, der uns sicher und ohne Stau zurück in die Heimat brachte.

Martin Ziegler, StR i.K.

Firmung durch Abt Petrus

Eines der sieben Sakramente in der katholischen Kirche ist die Firmung (von lat. "confirmatio": Bestätigung, Bekräftigung). Es wird auch das "Sakrament des Heiligen Geistes" genannt. Die Firmung soll Christen bestärken und befähigen, ihren Glauben als Zeugen Christi in Wort und Tat zu verbreiten sowie gegebenenfalls auch zu verteidigen.

Neben der Taufe und der Eucharistie (Erstkommunion) stellt die Firmung eines der drei Einführungssakramente dar. Sie ist zudem die Bestätigung des Glaubensbekenntnisses, das die Eltern und Paten des Firmlings bei der Taufe geleistet haben. Aus diesem Grund bildet sie auch die Vollendung der Taufe.

Am Freitag, den 19. Mai, wurden in der Klosterkirche 30 Schüler durch Abt Petrus gefirmt, dabei wurden sie von ihren Familien und Freunden begleitet. Zum Ausklang gab es anschließend in der Aula einen Stehempfang.

Wir wünschen unseren Firmlingen die besten Glückwünsche. Gottes Segen und Güte möge sie stets begleiten!

Schäftlarn sehr stolz über Mannschaften im Fußball. Dritter die Ältesten und gutes Teamwork der Jüngeren

Durch die Fußballerklasse in den Unterstufen werden doch alle Jungs im Haus mal gesichtet. Da reichte das Gedächtnis der Lehrer über die Corona-Phase hinaus, wenn unsere Schule dieses Jahr wieder in allen drei Altersstufen im München-Land am Sportpark in Unterhaching sich präsentieren durfte. 

Und das nicht schlecht! Vor allem die Großen der Wettkampklasse II der Jahrgänge 2007 bis 2009. Der Mathematiker hätte zu denen über die Platzierung ein Rechenbeispiel parat: „Wie kann man ohne ein Spiel zu verlieren mit zwei Unentschieden Dritter werden bei 10 Mannschaften, die in zwei Gruppen aufgeteilt waren?“ Genau, man gewinnt das Elfmeterschießen um Platz 3, was direkt zwischen den beiden Gruppenzweiten ausgespielt wurde.  

Die Jüngeren machten es einfacher: WK III 2009-2011 wurde Fünfter und Letzter in ihrer Gruppe, aber mit einem Achtungserfolg eines Unentschieden, was sie behaupten ließ, sie wären Vorletzter von anwesenden zehn Schulen geworden!

Die Jüngsten der WK IV 2011-2013 hatten final sehr gute Stimmung mit einem 3. Platz in ihrer Gruppe. Sie standen vor allem in der „Derbytabelle“ gleichauf mit Grünwald und vor den Pullachern, Rupert-Mayer und bei eigenem Sieg gegen Otfried-Preußler (2:1 nach 0:1-Rückstand)! 

Dieser Tag so kurz nach den Osterferien wird den jungen Kickern lange im Gedächtnis bleiben.

P. Thaddäus Schreiber OSB

Mehr Schwarz als Lila? Schäftlarner Q12-Schüler als Mitgestalter einer Jugendliteratur-Theateradaption im Marstall

Am 23. März 2023 hatte die 12. Jahrgangsstufe die Möglichkeit, die Theateraufführung von „Mehr Schwarz als Lila“, einer Adaption des gleichnamigen mehrfach prämierten Jugendliteraturbestsellers, im Marstall des Residenztheaters in München zu besuchen. Der von Lena Gorelik verfasste Roman wurde gekonnt für die Bühne bearbeitet, sodass wir ein nuanciertes Theaterstück in einem Setting eines Klassenzimmers bewundern durften, welches durch seine Einfachheit und das Einbinden des Publikums in das Geschehen sehr gut in Szene gesetzt wurde.

Mut – der Begriff, welchen der junge Referendar Herr Spitzing dem Publikum und seiner Schulklasse auf der Bühne gab und zu welchem wir in fünf Minuten jegliche Assoziationen in eine Selbstreflexion verwandeln sollten. Nachdem einige mutige Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Schäftlarn ihre persönlichen Texte vorgelesen hatten, wurde die Handlung von den drei besten Freunden Alex, Paul und Ratte fortgeführt. Ruben Franoschek und Emma Bunge trugen dabei gekonnt ihre Gedicht vor. Letztere brillierte mit folgenden poetischen Gedanken:

Trotz Angst handeln. Ist das mutig oder dumm? Jeder wird hierzu eine andere Meinung haben. Doch eines bleibt klar: Mut ist bewundernswert Bin ich das? Bewundernswert? Wer ist es wirklich? Mutig? Und ist der Mutige selbstlos oder doch wieder egoistisch? Ist Egoismus etwas Schlechtes? Nein. Man soll alle lieben, auch sich selbst. Liebe macht mutig. Mut ist stark und dumm und selbstlos und egoistisch und bewundernswert. So wie die Liebe.

Neben einiger Selbstcharakterisierungen von Schülern wurden zudem noch Texte, wie das im Deutschunterricht bereits interpretierte Gedicht „Todesfuge“ von Paul Celan vorgetragen. Dies war eine erste Andeutung der Interpretation des Stückes in Hinblick auf die NS-Zeit, bevor Herr Spitzing eine Reise mit seinem Deutschkurs nach Polen, genauer gesagt Ausschwitz, ins Gespräch bringt. Dort verlässt er die professionelle Ebene seines Berufs als angehender Lehrer und unternimmt viel mit den drei oben genannten Schülern. Nachdem Alex oftmals versucht, dass Herr Spitzing Gefühle für sie entwickelt, dieser sie aber kurzerhand durchblickt und auf Distanz geht, passiert ihr zusammen mit ihrem Freund Paul ein Fauxpas in der KZ-Gedenkstätte in Ausschwitz, der sich über die sozialen Medien wie ein Lauffeuer verbreitet. Dies bedeutet schlussendlich das Ende der Freundschaft.

Insgesamt ist „Mehr Schwarz als Lila“ ein Theaterstück, welches uns durch gekonnte Tanzeinlagen, passende Musikbegleitung, eine moderne multimediale Inszenierung und die Integration des Publikums begeisterte und uns oftmals in eine humorvoll-lilane unbeschwerte und zugleich so beschwerte und schwarze Welt eintauchen ließ.

Vielen Dank an Herrn Dr. Stierstorfer, Herrn Huber, Frau Dr. Ripfel und den Elternbeirat (in Kooperation mit dem Jugendtheaterring) für die Organisation!

Constantin Albrecht, Q12b

Schülerinnen als griechische Göttinnen – Eine Reise in die trojanische und pompejianische Vergangenheit

Am 8.3.2023 fuhr die ganze 9. Jahrgangsstufe und die Q11 Latein mit unseren Lateinlehrerinnen und -lehrern Frau Adorf, Frau Reitinger, Frau Sedlmeir und Herrn Dr. Stierstorfer nach München. Dort besuchten wir die Glyptothek und die Antikensammlung am Königsplatz.

In der Glyptothek haben wir viel über die griechische Mythologie, vor allem über den trojanischen Krieg und die Geschichte von Troja gelernt. Besonders gut hat uns das Rollenspiel gefallen, bei dem wir in die Rollen verschiedener griechischer Götter schlüpfen durften, um das weltbekannte Parisurteil auf unsere Weise nachzustellen.

Anschließend bekamen wir eine Führung in der Ausstellung „Neues Licht aus Pompeji“ in der Antikensammlung, wo wir viel über Lampen und generell Beleuchtung in der Antike mitbekommen haben, sowie einiges über Pompeji selbst, wie beispielsweise den Vesuvausbruch in Bezug auf die Lampen, mit denen man die damals aus Pompeji fliehenden Menschen später aufgefunden hat. Ebenso waren wir sehr davon beeindruckt, dass diese Ausstellung von unter Anleitung des Lehrstuhls für klassische Archäologie von (Promotions-)Studenten geplant wurde, die die Stücke selbst zusammengesucht haben und darüber auch selbst Führungen in der Antikensammlung geben.

Es hat uns sehr gefallen und wir konnten viele neue Erfahrungen sammeln, konnten unser Wissen über die Antike aufstocken, sowie einen schönen Tag in München mit der ganzen Jahrgangsstufe verbringen.

Eva Zöller, Johanna Knell und Valerie Brustmann (9c)

 

 

 

FRAU.MACHT.VERÄNDERUNG - Madagaskar. Die Misereror-Aktion bringt hohen Besuch in unser Haus

Ein Kardinal und ein Bischof "der Insel", bei der Jung und Alt in Deutschland viele Assoziationen haben - aber keine Ahnung: Wie arm Madagaskar, wie reich an Tierwelt, Flora und Fauna. Von Asien die Bevölkerung geprägt, nicht von Afrika. Durch mafiöse Waldrodung schon sehr beschädigt, das ein soziales Miteinander stark beeinflusst. Unsere Schüler waren ganz stark involviert für die Kürze der Zeit, da das Büro Weltkirche der Diözese anrief und fragte, ob Schäftlarn Interesse habe, einen Schulvormittag anders zu gestalten – mit der deutschlandweiten Fastenaktion: FRAU.MACHT.VERÄNDERUNG. Das will die Kirche in Afrika stützen und dafür Geld sammeln.

Es wurde, was der Untertitel der kirchlichen Einrichtung verspricht: Globales Lernen und Entwicklung. Die 10. Klassen waren eingeladen, eine einfache stille Messe auf Französisch mit Kardinal Désiré und Bischof Gabriel in der Abteikirche zu feiern. Im Anschluss ging es in die Aula. Dort stimmten Yvonne Kraus und Caspar van Laak die Schülerschaft und die Gäste der Klassen 9, 10, und Oberstüfler ein - mit einer Power-Point-Präsentation samt integrierter Filme über die Situation von Gesellschaft und Kirche auf Madagaskar. Fragen der Schülerinnen und Schüler wurden an die hohen Würdenträger der Kirche gestellt. Deren klare Antworten wirkten verständlich und nahbar, da Misereor eine eigene Übersetzerin dabei hatte. Für die Schulgemeinde blieb wohl stark in Erinnerung: der dann eigens gemachte und so sehr authentische Film der Madagassen über die eigenen kirchlichen Projekte. Und die Offenheit des Kardinals, auch für sozial am Randstehende und Nichtchristen. Warmherzig wurde eingeladen, ein Gap-Year oder ein spezifisches Praktikum auf Madagaskar zu verbringen. Die Augen vieler Schäftlarner verrieten, dass so etwas wirklich überlegenswert sei für ihre Zeit nach Schäftlarn.

P. Thaddäus Schreiber OSB

Gymnasium Schäftlarn: Nördlichster Sieger Oberbayerns

Die jüngsten Ski-Rennläufer waren in Bad Wiessee dabei

Während die ganze Unterstufe an diesem Tag in Christlum bei Achenkirch zum Wintertag der Schule unterwegs war, hatten neun Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 und 6 eine ganz besondere Mission: Die oberbayerischen Schulskimeisterschaften mit einem Riesenslalom in Bad Wiessee. Nach den Mädchen der Wettkampfklasse III schon in Garmisch durften nun auch die Jahrgänge 2010 bis 2012 (Wk IV) ran. Ein Rennlauf unter Schulen als Teamwettbewerb, wo aus maximal 5 Wertungen drei addiert werden. Bei den Mädchen waren neun Schulen, bei den Jungs acht am Start. Beide Schäftlarner Teams  erzielten ‚gerecht‘ den 8. Platz. Die Jungs dabei waren im olympischen Gedanken zwar Letzter, aber auch die Jüngsten. Da wächst was im Alpin-Ski. Die Mädchen kamen sogar insgesamt um 5 Sekunden schneller ins Ziel als die Schongauer auf Platz 9.

Bei genauerem Hinsehen, wo die anderen Schulen herkamen aus dem riesengroßen Bezirk Oberbayern, darf man heiter feststellen: Das Gymnasium der Benediktiner Schäftlarn ist mit dieser Teilnahme sogar „Nördlichster Sieger Oberbayerns“. Und Oberbayern ist ja sehr groß bis Ingolstadt hoch! Der Breitengradmesser gibt nämlich genau an: Schäftlarn liegt nördlicher als Rosenheim. Und alle anderen kamen aus noch bergnaheren Gefilden: Berchtesgaden, Marquartstein, Tölz, Lengries und Garmisch. Sehr stolz also durften unsere kleinen dreinschauen, besonders Helena, die in der Einzelwertung der Mädchen mit 42.52 Sek. die 16schnellste Zeit dieses Tages fuhr. Ein anspruchsvoller Hang von Profis am Skizentrum Christa Kinshofer gesteckt - oberhalb des Tegernsees bei traumhaften Wetter - lässt grüßen. Nach dem Rennen hatten die Eleven noch wunderbar Spaß am Hang bis in den Nachmittag.

Danke und Verbeugung sagt und macht die Schulleitung im Namen der ganzen Schule an und vor Laurenz Giller (5a), Philipp Kuczek und Pascal Luciani (beide 5b), Helena Elzer und Viktoria Heinemann (beide 6a), Anastasia Antoniu, Nick Ebbinghaus und Konstantin Heinemann (alle 6b) und Lucie Kolfenbach (6c).

P. Thaddäus Schreiber OSB

Kandahar: Verrückte auf Skiern zur Schulskimeisterschaft

Unsere Alpin-Rennfahrerinnen in Garmisch - irgendwie crazy

Dass Hanna Konrad (10b), Nora Edelmann, Nelly Fischer (beide 9b), Valerie Brustmann (9c) und Felicitas Dierl (7c) sicher auf Skiern stehen können, war bekannt. Aber dass sie sich ohne Erbarmen der Kandahar als schnellster deutscher Rennstrecke runterstürzen können, das erschreckt dann doch. Und dies wurde neben dem Wetter ein zweites wunderschönes Trostpflaster an diesem Tag. Denn nur 0,51 Sekunde fehlte nach drei Wertungen auf das Gymnasium Kirchheim. Kein Weiterkommen also zur Oberbayerischen Meisterschaft. Aber die Gaudi dann für den Rest des sonnigen Tages war im Classic-Skigebiet von Garmisch-Partenkirchen sicher. Schule ohne Unterricht und für die Schule unterwegs!

Zuerst stand die Pflicht an. Die Piste begutachten, sich einfahren, dann alles geben. Felicitas Dierl wurde für München-Land die Drittschnellste im Rennen. Bei einem eng- und langgesteckten Riesenslalom am Kreuzwankllift fuhr sie 40.41 Sekunden.

Dann die Kür. Unseren Vormittagspass noch bis zur letzten Sekunde ausfahren. Dabei hatten die Damen von diversen Skiclubs interessanterweise wenig Erfahrung mit unserm naheliegenden Skigebiet. Umso mehr freuten sie sich über diese eine königliche Rennstrecke, den Höhepunkt, eigentlich für den Weltcup präpariert: die Kandahar. Es kam soweit, dass der strenge Lehrer verbieten musste: „Nein, ihr fahrt sie nicht Schuss in einem runter!“

Leider scheidet nächstes Jahr sicher Hanna Konrad vom Alter her aus „unserer Schäftlarner Schulskimannschaft“ aus. Vielleicht kommt dann begeisterter Nachwuchs unter den Jüngeren wieder nach. Wir freuen uns.

 P. Thaddäus Schreiber OSB

"Zammgrauft" in den Klassen 6a und 6b

Am 19. und 31. Januar fand in den Klassen 6a und 6b "Zammgrauft" statt, ein Projekt des Präventionskommissariats und der Jugendbeamten des Polizeipräsidiums Münchens. Mit Hilfe von Rollenspielen und Gesprächen wurden die Schüler über die verschiedenen Formen von Ausgrenzung informiert und sensibilisiert, um sie zu Vertrauen, Gemeinschaft und Zivilcourage zu ermuntern.

Ein wunderbarer Gastgeber wird 2. im Oberbayernfinale. Die jüngsten Tischtennisjungs der Schule verlieren sehr tapfer gegen Eichstätt.

Schäftlarn hilft dem Staat- und die Grundschule Schäftlarn dem Gymnasium Schäftlarn. So war die Ausgangslage nach einer Anfrage der Regierung von Oberbayern: ob die Privatschule mal aushelfen könne und das offizielle Turnier der Oberbayerischen Schulmeisterschaften im Tischtennis für Oberbayern austrägt. Nicht alleine!, war die Antwort. Im laufwenden Schulbetrieb und bei zu wenig Platten im Haus ein Problem. Aber man sagt ja ungern nein. So wandte man sich eins nach oben…. an die Grundschule Ebenhausen-Zell. Dort ist auch die Tischtennis-Abteilung des TSV Schäftlarn beheimatet. Der Ebenhausener Rektor Wolfgang Prechter und der Abteilungsleiter Manfred Reißer haben also dem Gymnasium unter die Arme gegriffen. Turnierleitung und Mannschaft der Schäftlarner konnten dann am 17. Januar eigentlich zwei Schulen geplant empfangen. Nur eine kam: Das Willibald Gymnasium Eichstätt mit dem Zug - ohne in einem Zug zu gewinnen.

Sechs Jungs, die schon zwei Runden überstanden hatten, ließen sich final nicht von den Schäftlarnern aufhalten. Aber es war knapp. Nach den beiden Doppeln stand es noch 1:1. Bei den Einzeln verlor man genau die herausragenden Spiele dann „sau knapp“: jeweils 2-3 in Sätzen… mit großem Hin- und Her im letzten Satz. Kein Wunder, dass Mateo Beck auf Position 1 und Kalle Krull (beide 6c) auf 2 nachher sehr tapfer bleiben mussten. Einen Ehrenpunkt erzielte noch Moritz Baldamus und Luis Hindennach aus Klasse 7a. Für Nico Kurz, Anton Brenner (beide 6c) und Lenn Astor (5b) waren es überhaupt die ersten Punktspiele in ihrem Leben. Als guter Gastgeber hatte man also den Gästen auch die Punkte mitgegeben zum Endergebnis eines 2:7.

Der Wahlkursleiter Frater Markus war hochzufrieden und gleichzeitig traurig mit den Jungs. Anderntags traten sie aber schon wieder in der Freizeit an die Platte. Tischtennis etabliert sich in Schäftlarn wieder neu. Und vielleicht gibt es ja auch in Zukunft weitere Zusammenarbeit mit dem Verein oder der Grundschule vor Ort…

P. Thaddäus Schreiber OSB

 

 

„Hört nur, hört! Es ist die wunderlichste Geschichte von der Welt!“ Bericht über den Theaterbesuch „Das Kätchen von Heilbronn”

Für den ersten Montag nach den Weihnachtsferien (09.01.23) haben Frau Dr. Ripfel, Herr Huber und Herr Dr. Stierstorfer allen theateraffinen Schülerinnen und Schülern der 12. Jahrgangsstufe Tickets für das Drama “Das Kätchen von Heilbronn” organisiert. Die Vorstellung fand im pompösen Cuvilliéstheater im Herzen von München statt und wir hatten hervorragende Plätze auf dem Balkon. „Das Käthchen von Heilbronn“ von dem Revoluzzer Kleist dreht sich um den Grafen Friedrich Wetter Graf vom Strahl und die durch und durch fromme Tochter eines Handwerkers Katarina. Als Setting mit riesiger Burg auf der Bühne dient das mittelalterliche Heilbronn. Beiden wurde in einem Traum der jeweils andere als “Soulmate” offenbart. Nur Käthchen erkennt allerdings Friedrich als den ihr bestimmten Mann, dessen Traum nämlich nicht eindeutig auf sie hinweist. Beide erleben eine aufregende Zeit voller Reisen und Erlebnisse, an dessen Ende Friedrich Käthchen schließlich zur Frau nimmt. Die intrigante Gegenspielerin von dem gutmütigen und ehrlichen Käthchen, Kunigunde von Thurneck, ist mit ihrem gefälschten Adelsdokument kläglich gescheitert. Zwischenspiele unterbrechen regelmäßig das Stück, in denen Kleist selbst von dem genialen Käthchen-Darsteller Vincent zur Linden gespielt wird und im Gespräch im Rahmen eines exklusiven Literaturzirkels seine Weltansicht, Ängste und Gedanken mit dem Publikum teilt.

Im Großen und Ganzen war das Theater zwar in Bezug auf den Text klassisch gehalten, aber in Bezug auf die Inszenierung war diese sehr stark vom epischen Theater nach Brecht geprägt: So wurde die Handlung immer wieder durch musicalartige Lieder unterbrochen und die Schauspielerinnen und Schauspieler durchbrachen auch den Bühnenraum, indem sie durch die Zuschauermenge kletterten. Das modernste daran war mit Sicherheit die erstklassige Musikbegleitung durch zwei DJs, die den Theatersaal fast zum Grooven brachten. Die meisten haben den Abend in einem Restaurant in der Gegend ausklingen lassen, bevor sie sich engelsgleichen Träumen vom Käthchen von Heilbronn hingaben.

Philipp Rösler (Q12b) und Dr. Michael Stierstorfer

 

 

Podcasts und Radiofeatures hautnah – Ein Radio-Redakteur des SWR zu Besuch in mehreren Klassen des Gymnasiums Schäftlarn

Dieser Schultag war ein besonderes Ereignis in dreifacher Hinsicht:

  • Wir hatten nach langer Zeit mal wieder Herrn Stierstorfer als Lehrer.
  • Wir redeten die ganzen beiden Stunden über Harry Potter, Percy Jackson und die Tribute von Panem.
  • Ein Reporter des SWR (Südwestrundfunk) kam zu uns in das Klassenzimmer und nahm uns auf, wenn wir die Fragen des Herrn Stierstorfer beantworteten.

Diese wollte er nämlich später in zwei Podcasts bzw. Radiofeatures des SWR einbauen, die nun online abrufbar sind (siehe unten). Unsere Schule spielt dabei auch eine nicht unbedeutende Rolle.

Die Klassen benahmen sich beim Besuch von Herrn Meyer-Blankenburg vom SWR sehr gut, und nicht so undiszipliniert wie üblich. Sie beantworteten die Fragen meist komplett richtig und viele meldeten sich. Auch zu den Fragen, woher denn die verschiedenen Namen oder Zaubersprüche z.B. aus Harry Potter stammen, gaben sie plausible und meist richtige Antworten (Crucio kommt von cruciare, was „quälen“ bedeutet).

Immer, wenn sie aufgerufen worden sind, warteten sie, bis der Reporter bei ihnen angekommen war und ihnen das MP3-Aufnahmegerät entgegenhielt, da die Aufnahme sonst sehr schlecht geworden wäre. Dem Reporter durften wir am Ende auch noch Fragen zu seinem Beruf stellen. Im Großen und Ganzen war es ein schönes Erlebnis und der Reporter war sehr freundlich. Zudem lernten wir, wieviel antike Mythologie in Percy Jackson und wieviel antike Historie in den Tributen von Panem stecken.

Im Rahmen dieses Besuchs sind folgende unterhaltsame und zugleich informative Beiträge entstanden. Unbedingt reinhören:

SWR2-Wissen zum Thema Latein als Schulfach:

https://www.swr.de/swr2/wissen/latein-als-schulfach-das-potenzial-der-alten-sprache-swr2-wissen-2022-12-03-100.html

SWR2 - das Radiofeature zu antiken Mythen in der Jugendliteratur:

https://www.swr.de/swr2/literatur/mit-goettinnen-auf-monsterjagd-antike-mythen-in-der-jugendliteratur-swr2-lesenswert-feature-2022-12-04-100.html

Magnus Mauerer (8a)

 

 

 

 

 

 

Quasi Zweiter im Münchener Landkreis - die ältesten VolleyBALLER der Schule

Das Gymnasium der Benediktiner wurde im Vorfeld angerufen und gefragt: Ist es ein Druckfehler oder wolle man wirklich zwei Mannschaften melden? Im Nachhinein hätte man sagen sollen: „Nein, wir haben genügend spielwillige und spielfähige Schüler!“ Selbst drei Sportlehrer des Hauses hoben sofort den Finger, sie würden gerne die eine Mannschaft nach Garching begleiten.

Kurz vor Weihnachten war es für acht Schüler dann so weit. Wahre Volley-„Baller“ waren unterwegs: Unter dem Kapitän Korbinian Geisenhofer, einem Steller aus allen Lagen, Maximilian Weiß und dem immer wieder für Überraschungen guten Domenico Troyli wurden die 10.- und 11.-Klässler angeführt.  

Wie war es? Der 3. Platz unter vier Teams stand final zwar auf der Urkunde, aber Moritz Bruch aus der 10a sagt: „Wir sind quasi Zweiter.“ Denn nach Niederlage und Sieg gab es nämlich noch ein Freundschaftsspiel gegen den sehr freundlichen Gastgeber und Zweiten Garching. Es wurden noch zwei Sätze gespielt. Voll auf Augenhöhe. Mit viel Feuer in der Partie. Und bei genauem Blick haben die Schäftlarner ihren Satz deutlicher gewonnen: Nach 23:25 ein 25:21! Also ZWEITER mit Augenzwinkern. Dann musste man wieder nach Hause.

Dem überragenden Sieger des Tages aus Haching, Lisa-Meitner-Gymnasium, wünschten die Jungs möglichst den Sieg über Oberbayern und Bayern.

P. Thaddäus Schreiber

 

 

 

Endlich wieder realer Austausch

Nach einer langen Corona Pause und einigen Online Projekten stand im Oktober endlich!!! wieder ein realer Schüleraustausch mit unseren beiden Partnerschulen in Straßburg und Paris an. Die Vorfreude war auf beiden Seiten riesig und man tauschte sich schon fleißig aus, bevor man sich überhaupt das erste Mal sah.

Am 14. Oktober war es dann soweit, die Straßburger und Pariser reisten an und ihre deutschen Partner empfingen sie nach der Begrüßung durch Hr. Sagmeister gleich in der Turnhalle zum gemeinsamen Sport. Da gab es Fußball, Völkerball und Ähnliches, so dass in den gemischten Mannschaften sofort alle sprachlichen Barrieren überwunden wurden. Nach diesem gelungenen Einstand gab es von den Gastgebern selbst gebackene Kuchen, die gemeinsam verköstigt wurden. Danach lernten unsere französischen Gäste dann ihre jeweiligen Gastfamilien kennen und erzählten am Montag begeistert von all den tollen Erlebnissen, die ihnen ihre Gastfamilien am Wochenende ermöglicht hatten.

Hier nun ein paar Eindrücke aus den verschiedenen Programmen für die beiden Gruppen.

Ankunft und Begrüßung durch Herrn Sagmeister
Ausflug zum Chiemsee
Im FC-Bayern Stadion
Im BMW-Museum
Natürlich wurde auch gemeinsam gelernt

Die Liste der Wahlkurse

Sport:

Fußball in der Halle und im Freien, Tischtennis für Fortgeschrittene und Anfänger, Judo, Klettern, Volleyball, Konditionstraining, Basketball, Leichtathletik, Hockey, Hip Hop Tanz, Akrobatik

Kunst und Kultur:

Chor, Bigband, Orchester, Band, Offener Kunstsaal, Gitarre, Vorlesestunde, Theater, Film AG, Bibliothek, Filzgemälde, Schülerzeitung

Gesellschaft und Natur:

Indien AG, Bienen AG, Kochen, Gemeinsam debatieren, Schulgarten, Nachhaltig leben, Schafkopfen

Technik:

Informatik, Technisches Zeichnen

 Spirituelles:

Ministranten, Offene Kapelle, Yoga für Kinder

Ich will euch Zukunft und Hoffnung geben

Pater Charles Sendegeya besucht anlässlich des Weltmissionssonntags das Gymnasium Schäftlarn

Pater Charles ist ein ruhiger Mann mit einer sehr freundlichen und mitnehmenden Ausstrahlung. Wenn man ihn kennenlernt, würde man nicht auf die Idee kommen, dass dieser so ausgeglichen-wirkende Mann aus Ruanda alle Sorgen eines Flüchtlings am eigenen Leib erfahren musste. 

Aber vielleicht spricht er deshalb so überzeugend von den Nöten geflüchteter Menschen in Afrika und kann so deutlich machen, was es bedeutet, alles zurückzulassen, fremd und ohne finanzielle Mittel irgendwo zu stranden. Genau der Hilfe für diese Menschen in Afrika, den Flüchtlingen, die sich am Rande der Millionenstadt Nairobi, aus dem Nichts, eine neue Existenz schaffen müssen, widmet sich die Hilfsorganisation Tushirikiane Afrika. Pater Charles ist der Leiter dieser Organisation.

Pater Charles verbrachte einen ganzen Tag am Gymnasium Schäftlarn, wo er an einem Gottesdienst für die Jahrgangsstufen 5 und 6 und an mehreren Gesprächsrunden mit Schülern der Mittelstufe und der Oberstufe teilnahm. 

Dabei berichtete er über die politischen Verhältnisse in Afrika, über Migration und Flucht, aber auch über die Sprachen, die Kultur und Religion und über die Schönheit des Kontinents. Sein Vortrag und auch die Gesprächsrunden, in denen Schülerinnen und Schüler Fragen stellen konnten, wurden mit großem Interesse aufgenommen.

Zur Unterhaltung zeigten Chor und die Akrobatikgruppe ihr Können.

Bildung für Herz und Verstand

Probentage für Big Band (9. bis 12. Klassen) und Chor (6. bis 12. Klassen) in der Bayerischen Musikakademie Schloss Alteglofsheim vom 26. bis 28. September 2022 unter der Leitung von Frau Lutz und Frau Seidel

Die Probentage zu Beginn des Schuljahres sind seit etlichen Jahren fester Bestandteil des Schulkalenders. Sie konnten sogar 2021 stattfinden, da sie glücklicherweise knapp vor dem abermaligen Verbot aller Schülerfahrten lagen. Damals wussten wir nicht, ob es die Infektionslage zulassen würde, Veranstaltungen durchzuführen. Trotzdem hatten alle große Freude am gemeinsamen Singen und Musizieren. Die Hausmusik konnte dann zwar noch eingeschränkt stattfinden, das Weihnachtskonzert musste zu unserer großen Enttäuschung schon zum zweiten Mal ausfallen.

In diesem Schuljahr blicken wir voll Optimismus auf den Herbst und die Weihnachtszeit. Wir hoffen sehr, dass wir nach zweijähriger Pause endlich wieder Gäste zum Hausmusikabend in die Aula und zum Weihnachtsoratorium in die Klosterkirche einladen dürfen.

Für diese beiden großen Zielen übten die Big Band und der Chor voll Begeisterung und mit großem Engagement drei Tage im schönen Schloss Alteglofsheim.

Wie man auf den Fotos erkennen kann, durfte die Big Band im reich mit Stuckaturen und historischen Gemälden ausgestattetem Kaisersaal proben. Der Chor war im modernen Konzertsaal untergebracht.

Die meisten Schülerinnen und Schüler der 12. Jahrgangsstufe waren schon seit der 6. Klassen bei den Probenfahrten dabei und bedauerten wehmütig, dass dies der letzte Aufenthalt als Mitglied der Big Band und des Chores im inzwischen so vertrauten Schloss war.

Herr Alwin Sauer war von Anfang an immer mit von der Partie. Dabei verstärkte er den Chor als Sänger und versah den Dienst des Nachtwächters. In beiden Funktionen wurde er diesmal von Herr Christoph Geiger tatkräftig unterstützt.

Voller Zuversicht, dass die nächsten zwei Monate wieder ungestört „Jauchzet, frohlocket“ aus dem Musiksaal erklingt, laden wir herzlich ein:

Hausmusikabend am 15.11.2022 um 18 Uhr in der Aula

Weihnachtskonzert am 20.12.2022 um 19 Uhr in der Klosterkirche

Gewinnbringende Besinnungstage der Q11 im Juli 2022

Am Ende eines interessanten, schönen, aber doch auch anstrengenden Schuljahres angelangt, darf die Klassenstufe 11 sich ein paar Tage Zeit nehmen, um sich zu besinnen. Im Englischen spricht man von Consciousness oder Reflection, im Französischen von Connaissance oder Méditation. Ziel der Besinnungstage ist es also, sich über sich selbst und seine Ziele bewusst zu werden, über sich, andere und anderes nachzudenken, sich kennenzulernen, sich zu erkennen und neue Energie für das nächste Schuljahr zu tanken.

Nach einer kurzweiligen Busfahrt nach Benediktbeuern werden die Schüler*innen der Q11 und die sie begleitenden Lehrer*innen Frau Wissel, Herr Weinzierl, Herr Stierstorfer und Herr Pirchtner bekocht und dürfen anschließend ihre Zimmer beziehen. Jeder Klasse werden zwei Gruppenleiter zugewiesen, die während der drei Tage die Coachingeinheiten übernehmen.

Gleich am ersten Tag finden nach dem Mittagessen drei Gruppentreffen in den jeweiligen Klassen mit ihren Aufsichtspersonen statt. Während dieser Zeit können sich die Lehrer anderweitig beschäftigen. Es werden Kennenlernspiele gespielt, bei denen die Schüler*innen beispielsweise Eigenschaften ihrer Gruppenleiter*innen erraten sollen und jeder darf einen Lebensbaum oder einen Pfad malen, um sich wichtiger Lebensstationen und seiner Ziele bewusst zu werden. Dieser darf anschließend in der Gruppe vorgestellt werden. Hier erfahren die Schüler*innen mehr über ihre Klassenkameraden, die sie doch schon seit sieben Jahren fast jeden Tag in der Schule treffen, von den Ferien mal abgesehen. Es ist jedoch erstaunlich, wie wenig man über den ein oder anderen weiß.

Auch Themen, wie Abtreibung, Ehe und Partnerschaft, bzw. Beziehung werden angesprochen und in der Runde diskutiert. Was ist in einer Beziehung wirklich wichtig? Worauf muss geachtet werden, damit sie funktioniert? Ist Treue das gleiche, wie Vertrauen? Ist Respekt selbstverständlich? Müssen Humor und Lebensstil der beiden Partner äquivalent sein oder können sich auch zwei Menschen völlig verschiedener Gesinnung lieben und miteinander leben? Wer wäre bereit sein Kind abzutreiben oder von jetzt auf gleich zu einem Elternteil zu werden? Ist eine Liebesnacht vor einer potenziellen Hochzeit in Ordnung oder auch Affären während der Beziehung? Welche Auswirkungen haben letztere jedoch dann auf die Familiensituation? All diese Fragen erstmal für sich selbst zu beantworten, ohne sich von anderen beeinflussen sowie bei Rechtfertigungen seiner Antworten unter Druck setzten zu lassen, kann ziemlich schwierig sein. Um die Erlebnisse des ersten Tages zu verarbeiten, treffen sich alle nach dem Abendessen nochmal gemeinsam zur „Guten Nacht“ und können anschließend entspannt ins Bett gehen.

Am zweiten Tag ist die allgemeine Stimmung am Morgen beim Frühstück sehr ruhig, da alle die erste Nacht (die bei einigen nicht besonders lang war) verdauen müssen. Nachdem alle ein wenig Kraft getankt haben, geht es zu den Workshops, in die sich alle Schüler*innen am Abend zuvor eingeschrieben haben. Angeboten werden ein Kreativworkshop, ein Planspiel, ein Workshop über ,,das Leben mit dem Tod“ und ein Musik- und Sportworkshop mit Yoga, Mediation und Gesang. Besonders beliebt sind der Kreativ- und der Yogaworkshop. Nach der ersten Runde kommen viele mit selbstbemalten Jutebeuteln und Kerzen aus dem Kunstraum. Von dort aus geht es dann zu Claudia, die allen den Sonnengruß und viele neue Asanas beibringt. Besonders die verschiedenen Atemtechniken, die jeder ,,Yogi“ anwenden soll, bringen alle zum Schmunzeln und sorgen für eine gute, lockere Stimmung. Am Ende des Kurses singt Claudia noch zwei Mantras. Zuerst stimmen zwar nur wenige zaghaft mit ein, doch schließlich singen alle zusammen und der ganze Raum bebt förmlich voller guter Energie. Nach den Workshops haben sich alle ein Mittagessen verdient. Danach dürfen die Schüler*innen ihre Freizeit genießen. Die einen spielen Fußball, die anderen vertreiben sich ihre Zeit auf dem Zimmer oder in den Gemeinschaftsräumen. Der Rest macht sich, wie bereits am Tag zuvor, auf den Weg zum Edeka, um sich Snacks für den Abend zu kaufen. Von 16-18 Uhr verbringen nochmal alle Schüler*innen klassenintern einen Spieleabend mit ihren Gruppenleiter*innen. Danach geht es schon wieder zum Abendessen und im Anschluss genießen alle gemeinsam noch ihren letzten Abend.

Am letzten Morgen müssen alle Schüler*innen schon um sieben Uhr ihre Zimmer leergeräumt haben und dürfen anschließend frühstücken. Um neun Uhr werden im Rahmen einer Abschiedsfeier Spiele gespielt und es wird Musik gehört. Den Höhepunkt bildet eine lange Runde Lehrer Pantomime. Hier spielen alle mit, sowohl Lehrer*innen als auch Schüler*innen, und es gibt jede Menge zu lachen. Nach einem letzten Mittagessen geht es für die Q11 wieder in Richtung Schäftlarn.

Auch wenn wir den Besinnungstagen etwas skeptisch entgegengeblickt haben, ist es für alle eine tolle Erfahrung gewesen, wir haben sehr viel Spaß gehabt und auch etwas für unser zukünftiges Leben mitgenommen. An alle kommenden elften Klassen: Ihr könnt euch freuen, macht das Beste draus!

Paulina Grunwald und Anna Lena Arnholdt (Q11c)

 

 

Auf den Spuren der Römer

Brotzeit im Wald

Die sechsten Klassen fahren nach Weißenburg

Zwei Schuljahre Latein haben die Schülerinnen und Schüler der sechsten Jahrgangsstufe inzwischen hinter sich gebracht und dabei auch so Manches zur Geschichte der Römer erfahren. Da liegt es nahe, die römische Vergangenheit einmal hautnah kennenzulernen.

Spiel am Römerbrunnen

So machten sich die Klassen am 19. Juli, mit ihren Lateinlehrern und Präfekten, auf die lange Reise ins Fränkische. Denn hohen Temperaturen des Tages geschuldet, erkundeten die Ausflügler erst einmal, in einer kurzen Wanderung, den Weißenburger Wald, wo am Picknickgelände Römerbrunnen ausgiebig Brotzeit gemacht, aber auch der Bach und der Wald zu Spiel und Kreativem genutzt wurde.

Die 6c vor den Wahrzeichen der Stadt

Anschließend ging es mit den Bussen in die Stadt, um in kurzweiligen, aber sehr informativen Führungen, das Leben der Römer, in unmittelbarer Nähe zum Limes, kennen zu lernen. Besondere Überraschung löste der Römerschatz aus. Die Kinder zeigten sich erstaunt, dass die kleinen und filigranen Götterstatuen tatsächlich mehrere tausend Jahre alt sind, die ganze Zeit in einem Feld am Stadtrand von Weißenburg lagen und dabei trotzdem so gut erhalten, wie neu aussehen.

Das verdiente Eis

Natürlich durfte zum Abschluss der kurze Spaziergang zur Eisdiele nicht fehlen, denn was wäre ein Ausflug ohne erfrischende Kühlung! Der Besitzer der Eisdiele war jedenfalls über unseren Besuch sehr erfreut!!!

Sport und Inklusion

Die Elftklässler am Gymnasium Schäftlarn organisieren ein Sportfest für Kinder und Jugendliche mit Einschränkungen

Das P-Seminar „So oder anders können“ hat sich mit dem Thema „Inklusion“ auseinandergesetzt. Im Rahmen einer Projektarbeit organisierten 12 Schülerinnen und Schüler der 11. Jahrgangsstufe ein Sportfest mit Rahmenprogramm, für die Schülerinnen und Schüler der Partnerschule Don Bosco Rottenbuch, in der Kinder und Jugendliche mit Beeinträchtigungen unterrichtet werden. Das Sportfest fand am Dienstag, den 12. Juli statt.

Bereits im Vorfeld hospitierten die Jugendlichen vier Tage an der Schule in Rottenbuch, um die dortigen Schülerinnen und Schüler kennenzulernen. In verschiedenen Workshops zum Thema Inklusion setzen sie sich mit der Frage nach geistiger und körperlicher Beeinträchtigung auseinander und schließlich sammelten die Schäftlarner Schülerinnen und Schüler noch praktische Erfahrung zum Thema, indem sie einen dreitägigen „Perspektivwechsel“ vollzogen, in dessen Rahmen sie selbst mit einer Einschränkung wie Blindheit „lebten“ und dabei wichtige Erfahrungen sammelten.

Mit Aufregung erwarteten die 12 Jugendlichen, unterstützt von etlichen Lehrkräften und weiteren Helfern, die 110 Jugendlichen, die mit Lehrkräften und Betreuern am Vormittag des 12. Juli in Schäftlarn eintrafen. Auf die Besucher warteten Stationen wie Klettern, Dosenwerfen, Kegeln und Fußball. Außerdem konnten Armbänder gebastelt werden, man konnte sich schminken lassen oder sich in einer Hüpfburg austoben.

Erschöpft, aber sehr zufrieden erklärte Frau Schmette, die Leiterin des P-Seminars, am späten Nachmittag, dass alle Besucher glücklich und zufrieden wieder abgereist sind. Für alle Beteiligten war es ein großes Erlebnis. Frau Schmette dankte noch allen Helfern und den Sponsoren, ohne die die Durchführung dieses Sportfestes nicht möglich gewesen wäre.

Unser Fest

Das Gymnasium feiert das Benediktsfest

Als es noch keine Corona-Pandemie gab feierte das Gymnasium Schäftlarn das Benediktsfest immer mit einem großen Schulausflug. Dies ist leider immer noch nicht möglich. Dennoch wollte die Schulgemeinschaft in diesem Schuljahr das Benediktsfest nicht wieder verstreichen lassen. Deshalb bildete sich am Vormittag des 11. Juli eine lange Prozession über das Schulgelände. Mit Liedern und besinnlichen Texte, mit Gebeten und Fürbitten zogen die Kinder und Jugendlichen, gemeinsam mit ihren Lehrern und Präfekten, zur Kirche.

 

 

Dort erklärte der langjährige Abt des Klosters, Pater Gregor, im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes, dass es immer zwei Arten von Reichtum gibt: Den Reichtum der Dinge, der bis zu einem gewissen Grad notwendig, aber vergänglich sei und auch nicht wirklich glücklich mache, und den Reichtum des Herzens, der sich in Empathie, Toleranz, Mitmenschlichkeit, Freundlichkeit und Herzlichkeit ausdrückt. Dies ist der wahre Reichtum, weil er uns bleibt und uns hilft ein glücklicher und zufriedener Mensch zu sein.

Im Anschluss an die Messe, fand ein großes Picknick im Freien statt, wo die Schülerinnen und Schüler, bei wundervollem Wetter, gemütlich zusammensaßen.

Am Nachmittag konnten die Kinder und Jugendlichen verschiedene Angebote nutzen, wie der Besteigung des Kirchturms oder einem Gesprächsangebot mit einem Pater über das klösterliche Leben. Etliche Klassen unternahmen auch Ausflüge, die oft bei einem guten Eis endeten.

So konnte zwar kein großer Schulausflug stattfinden, aber die Schulgemeinschaft fand endlich wieder die Gelegenheit, gemeinsam zu feiern.

Griechenlandfahrt der 10. Klassen

Kap Sounion (Poseidontempel)

Der Reisebericht der Schüler:

Vom 3. bis zum 10. Juli fuhren wir mit unserer Griechischklasse der 10. Jahrgangsstufe gemeinsam mit Herrn Wicht und Frau Pascha nach Griechenland.

Sonntag trafen wir uns mittags am Flughafen und flogen gemeinsam nach Athen, von wo wir mit der Bahn zu unserem ersten Hotel im Zentrum Athens fuhren. Bei unserem zweitägigen Aufenthalt dort besichtigten wir die Akropolis, das Akropolismuseum, die Agora und ein Museum der neueren griechischen Geschichte, wobei wir viele Eindrücke sowohl des antiken Griechenlands als auch der modernen Großstadt Athen gewannen. Am dritten Tag fuhren wir mit einem Mietwagen über das landschaftlich beeindruckende Kap Sounion nach Nafplio, wo wir für drei Tage unser Lager aufschlugen. 

Ausblick von der Festung Palamidi über Nafplio

Am nächsten Tag ging es nach Mykene, zum ehemaligen Herrschersitz des Agamemnon. Nachdem wir Mykene besichtigt hatten, fuhren wir weiter zum Heraion von Argos, wo wir in den antiken Überresten des Heratempels auf Spurensuche gingen. Frühabends besuchten wir die Burg „Palamidi“, welche sich über der Stadt Nafplio auf einem Berg befindet. Danach liefen wir den Weg, den wir zuerst mit dem Auto hinaufgefahren waren, zu Fuß hinunter und hatten einen schönen Ausblick auf die Stadt. 

Korinth (Apollotempel)

Am Donnerstag, unserem vierten Tag, waren wir in Korinth und Epidauros. In Korinth sahen wir antike Gebäude wie den Apollontempel und den Platz, wo der Apostel Paulus zu den Korinthern gesprochen hatte. Anschließend fuhren wir auf den Akrokorinth, wo wir ganz nach oben stiegen, um einen großartigen Ausblick über die Peloponnes, den Golf von Korinth und den Saronischen Golf zu genießen. Danach fuhren wir weiter nach Epidauros. Dort sahen wir das Theater, in welchem eine sehr gute Akustik herrschte, weswegen man ganz oben in den Rängen immer noch alles von unten genau hören konnte. 

Olympia

Am nächsten Morgen fuhren wir weiter nach Olympia. In dieser Stadt sahen wir den Zeustempel und auch die Ursprünge der olympischen Spiele. Nachmittags kamen wir dann in unserem dritten Hotel in Arkoudi an. Dort verbrachten wir den Abend am Strand. Am Samstag fuhren wir zu unserem letzten Reiseziel, Delphi. Wir sahen das Orakel, die Sphinx der Naxier, die Statuen von Kleobis und Biton und erfuhren, wie man damals ein Orakel bekommen konnte. Am Abend kamen wir letztendlich wieder in Athen an. Wir verbrachten noch eine Nacht in einem Hotel, bevor wir am Sonntag nach dem Besuch des Nationalmuseums zum Flughafen fuhren und schließlich wieder in München ankamen.

Abschließend war die Griechenlandfahrt für uns alle ein tolles neues Erlebnis und wird uns immer in Erinnerung bleiben.

Zwischen Kafka und Fritz Lang

Die Schäftlarner Theatergruppe bringt Woody Allens Komödie „Der Tod“ als urbane Dystopie fulminant auf die Bühne

Blaues Licht, schwarzer Hintergrund und diverse verwinkelt wirkende weiße Kuben – Vor diesem Hintergrund agierte der kleinbürgerliche Protagonist Kleinmann (Leo Stöhr), der eines Tages im Nachthemd von dubiosen, mafiahaften Wutbürgern bzw. einer aggressiven Bürgerwehr (u.a. Leopold Sommer, Lara Riedel, Maresa Rinner, Pia Matouschek und Emma Bunge) überrascht wird und sich auf deren Seite begeben soll, um einen schrecklichen Jack-The-Ripper-haften Mörder zu finden, der in einer Metropole sein Unwesen treibt. Das Stück ist zeitlich offensichtlich in den 70er Jahren situiert, was an dem coolen Retro-Look der Schauspieler wie Trenchcoats zu erkennen war

Nach dem konsequenten Nichtauffinden des Mörders muss Kleinmann selbst eine Katabasis als witzig-ironischer und zugleich unsicherer Antiheld vollziehen und personifiziert somit offensichtlich Woody Allen selbst: Dabei begegnet er in diesem episodenhaften Ideendrama seiner fürsorglichen Haushälterin Anna (Philippa Lauer), die Kleinmann mit einer morbiden Tierknochenkette als Glücksbringer für das Betreten der urbanen Unterwelt ausstattet, einem wissenschaftsbesessenen Arzt (Elias Lorenzl), der gerne jede Gehirnwindung des Kleinmann untersuchen würde und der geschäftstüchtigen Prostituierten Gina (Fine Schenk), die mit dem Protagonisten fast schon auf romantische Weise Sternzeichenkonstellationen am Himmel betrachtet, würde ein jeder Kuss nicht sechs Dollar kosten. 

Außerdem taucht bald ein teilweise im Dunkeln tappender Inspektor (Friedrich Fuchs) auf, der sich mithilfe des Sehers Spiro (Pauline Lehmann) auf die Fährte des Mörders lotsen lässt. Wie in Kafkas Roman „Der Prozess“ soll K(leinmann) ohne sich seiner Taten bewusst zu sein, bestraft werden. Die Hatz nach dem mysteriösen Mörder erinnert stark an Fritz Langs Meisterwerk „M. Eine Stadt sucht einen Mörder“.

So irren die Figuren teils verwirrt und teils verloren in dem kafkaesken Setting umher, das keine Ausgänge erkennen lässt. Schließlich betritt der wahnsinnige Mörder (Daniel Sloboshanin) selbst die Bühne und entpuppt sich – Achtung Spoiler! – als psychopathisches Alter Ego des Kleinmann, der den gleichen Anzug wie letzterer getragen hat. Der Verrückte übernimmt am Ende die Oberhand, und zeigt somit auf, dass hinter jedem „Saubermann“ mit weißem Hemd, Schlips und Kragen dennoch ein Mörder bzw. Psychopath stecken kann: Putin, Trump und Co. lassen grüßen. Auf diese Weise wird die kleinbürgerliche Fassade eines normalen Lebens am Ende als wenig stabil dekonstruiert.

Die beteiligten Schülerinnen beherrschen ihre Rollen souverän und entführten das immer wieder hingerissene und jubelnde Publikum in eine absurd-ironische Totenstadt mit viel Esprit. Insgesamt hat die Theatergruppe Schäftlarn unter der Leitung des kongenialen Duos Dr. Herbert Schmid und Alwin Sauer ein sehr kurzweiliges Stück auf die Beine gestellt, das die Irrungen und Wirrungen des Lebens und des Sterbens auf ironisch-witzige Weise auf die Bühne brachte.

Dr. Michael Stierstorfer

„Ich muss Sie leider enttäuschen, ich werde mich heute nicht für Sie ausziehen“

Theaterbesuch der Q11 von Wedekinds provokantem Stück „Lulu“

Mit diesen Worten begann unser Besuch des Stückes „Lulu“ im Residenztheater in München am 25.05.22. Nachdem wir und die anderen Gäste sich alle versammelt und gesetzt hatten, startete das Stück des bekannten naturalistischen und anti-illusionistischen Dramatikers Frank Wedekind in der Bearbeitung von Bastian Kraft. Es kamen drei Frauen auf die Bühne, die alle einen Smoking und einen Hut trugen. Die zwei Folgenden brachten auch jeweils die nächste „Enttäuschung“ für das Publikum mit, genauso wie es die Erste tat. Es war ein sehr eindrucksvolles Bild, dass die drei Frauen dort auf der Bühne präsentierten mit den kurzen zurückgegelten blonden Haaren, roten Lippen und der schwarzen Kleidung. Es ist allerdings nicht zu vergessen darauf hinzuweisen, dass jede, obwohl sie gleich angezogen waren und vor Selbstbewusstsein nur so strahlten, körperlich kaum unterschiedlicher hätten sein können.

Relativ schnell wurde den Rezipienten dennoch klar, dass Lulu, die Protagonistin des Stückes, von diesen Frauen repräsentiert wurde. Der Charakter Lulu beeindruckt jede Seele, mit der sie nur ein Wort spricht und jeder dieser Männer und Frauen ist bereit der jungen Frau sein Herz zu schenken.

 Durch die Thematisierung ihres eigenen Schicksals und ihrer verworrenen Gedankengänge vor dem Publikum wird von Lulu Ausdruck gebracht, dass sie ausbrechen möchte. Sie möchte von dem Gegenstand, zu dem sie gemacht wird, frei werden und zeigt sich so in Form der drei Frauen als schemenhafter Charakter und teilt ihren Verehrern in der Nacherzählung ihres Schicksals nun ihre eigenen Werte zu und berichtet dem Publikum ihre Gedanken über jeden Einzelnen: Sei es deren Aussehen oder deren Absichten.   

Die „Enttäuschungen“ die Lulu uns zu Anfang entgegenbrachte, bewahrheiteten sich keineswegs, sodass es insgesamt ein sehr gelungenes und unvorhersehbares Theaterstück war. Wir alle haben anschließend begeistert, aber auch zum Nachdenken angestoßen, das Theater verlassen und konnten sogar noch ein paar Worte mit Juliane Köhler, einer der Hauptdarstellerinnen des Stücks, wechseln, die sich dafür interessierte, ob das Stück für uns Schülerinnen und Schüler nicht zu provokant war. Ansonsten war sie beeindruckt, dass so viele Jugendliche das Stück besuchten. Vielleicht begegnet uns Wedekind im Deutschabitur wieder, sodass der Besuch so oder so eine gute Vorbereitung fürs Deutschabitur war. Vielen Dank an Frau Frank vom Elternbeirat, dem Jugendtheaterring, Frau Dr. Ripfel und Herrn Dr. Stierstorfer für das Ermöglichen dieses Events.

 Leonie Brustmann, Q11 

Endlich wieder ein Sommerkonzert!

Big Band, Chor und Orchester führen schwungvoll in den Sommer ein

Was hat die Pandemie nicht alles stillgelegt und verhindert! So viele Feste und Feiern waren nicht mehr möglich, der Kulturbetrieb kam mehr oder weniger völlig zum Erliegen. Dennoch wurde an unserer Schule nie damit aufgehört, Musik zu unterrichten und zu spielen. Alleine, es fehlten die Auftritte und Konzerte, in denen sich unsere jungen Musiker zeigen können und den verdienten Beifall erhalten. Umso größer war die Freude, dass am 2. Juli endlich wieder ein großes Sommerkonzert stattfinden konnte.

Die Aufregung war groß und entsprechend war auch der Andrang von Mitschülern und Eltern, von Freunden der Schule oder einfach nur Musikbegeisterten, die endlich einmal wieder Live-Musik am Gymnasium Schäftlarn hören wollten.

Die Big Band führte mit einer lyrischen Jazz-Pop Nummer den Abend ein. Nach der Begrüßung wurde es flotter mit Jazz und Soul. Die verschiedenen Chorklassen rührten die Zuhörer mit romantischen Liedern, während die Big Band im Anschluss wieder poppig das Publikum begeisterte. 

Mit Musik aus dem Bereich der Klassik und der New-Klassik konnte das Orchester mit all seinen Facetten und dem gesamten Klangkörper glänzen. Nach dem erneuten Einsatz der Big Band mit Blues und Rock, bot der große Chor Gospel, Filmmusik und Lyrisches. Schon zu diesem Zeitpunkt wurde den jungen Musikerinnen und Musikern großer Beifall zuteil.

Nach den beiden letzten Stücken der Big Band  zeigte der langanhaltende Applaus, dass Frau Lutz und Frau Seidel, die beiden verantwortlichen Musiklehrerinnen, nicht nur hervorragende Arbeit mit den Jugendlichen geleistet, sondern auch ein abwechslungsreiches und gelungenes Musikprogramm entworfen haben.

Der Dank gilt, neben Frau Lutz und Frau Seidel, auch allen Musikerinnen und Musikern und allen Helfern, die zum Gelingen des Abends beigetragen haben.

Der Blick über den Tellerrand

Jugendliche am Gymnasium Kloster Schäftlarn erfahren in einem Projekt Vieles über das Leben an anderen Orten der Welt und überlegen, was das mit uns zu tun hat

Bereits seit dem Jahr 2014 initiiert Frau Schmette, eine Lehrerin es Benediktinergymnasiums Kloster Schäftlarn, in Zusammenarbeit mit dem Projekt „Missio for Life“ eine Bildungswoche für Schülerinnen und Schüler der 8. Jahrgangsstufe. „Missio for Life“ ist eine Bildungsinitiative von Missio München, im Rahmen ihrer Eine-Welt-Arbeit. Es ist Frau Schmette ein außerordentliches Anliegen, den Jugendlichen den Blick zu weiten und neue Perspektiven im Umgang mit Ressourcen zu schaffen, aber auch Verständnis für die unterschiedlichen Lebensentwürfe und Probleme in anderen Teilen der Welt zu wecken.

Deshalb verbrachten Frau Roppelt und ihre drei Mitarbeiter von „Missio for Life“ die Tage vom 9. bis zum 12. Mai am Gymnasium Schäftlarn, wo sie mit jeder der 8. Klassen einen Bildungstag gestalteten. Im Rahmen einer Ausstellung wurden die drei Themenbereiche „Arrangierte Ehen in Indien – die Rolle der Frau“, „Ein philippinisches Straßenkind, das auf einem Müllberg lebt und arbeitet“ und „Leben mit Behinderung in Tansania“ vorgestellt. In anschließenden Workshops wurde deutlich, dass das Leben und die Probleme in den genannten Ländern von ganz anderer Art sind, als in Deutschland. In einer abermaligen Vertiefung setzten sich die Schülerinnen und Schüler mit dem Straßenkind auf den Philippinen auseinander. 

Dabei erkannten die Jugendlichen nicht nur sehr schnell, welch ein gesichertes und luxuriöses Leben sie führen, sondern sie lernten auch, dass Deutschland eines der Hauptzulieferer für Müll auf den Philippinen ist. Was bedeutet es also, wenn wir einen Teil unseres Wohlstandes auch darauf aufbauen, unseren Abfall anderen Ländern aufzubürden? Wie gehen wir damit um und hat das Konsequenzen für unser Verhalten? All diese Fragen wurden schließlich in verschiedenen Arbeitsgruppen bearbeitet und aus den Ergebnissen wurde ein Podcast erstellt.

Einblicke in fremde Kulturen und „Ninja Moves“ für alle

Eine bunte Online-Lesung mit Übersetzerin Franziska Hüther

Am 6.4.2022 um 19.00 Uhr lud Herr Dr. Stierstorfer zur Online-Lesung mit der Literaturpreisträgerin und Übersetzerin Franziska Hüther, die Literaturwissenschaften und nordische Sprachen wie skandinavisch studiert hat, ein.

Im Vordergrund des Abends standen die beiden von Franziska Hüther übersetzten Bücher
„Irgendwo ist immer Süden“ der Autorin Marianne Kaurin und „Über den Umgang mit schwierigen Eltern“ von der damals erst 13-jährigen Autorin Nina Lyngaard Jorgensen.

 

Für mich war den Abend sehr spannend, da ich mich im Vorfeld sehr mit der Thematik des ersten Buches beschäftigt hatte. Ich fand es aufregend, die Worte von der Übersetzerin selbst zu hören und konnte richtig mitfiebern.

Das Buch „Über den Umgang mit schwierigen Eltern“ fand ich so interessant, dass ich es mir am nächsten Tag direkt bestellt habe und hoffe, nützliche Hinweise für meinen Alltag zu finden. J

Nach fast zwei Stunden endete das unterhaltsame Zoom-Meeting noch mit einem kleinen Quiz – und (welch Wunder!) mit einem Buch von Frau Hüther als Gewinn.

Danke an Franziska Hüther und Herrn Dr. Stierstorfer für die Organisation dieses kurzweiligen Abends, der viele Zuhörerinnen und Zuhörer zum Lesen anregte.

 

Sofia Klier, 7a

Aktueller denn je!

„Auf die Fürsprache des heiligen Blasius bewahre dich der Herr vor Halskrankheit und allem Bösen.

Am Gymnasium Schäftlarn erhalten die Schülerinnen und Schüler den Blasiussegen

In der katholischen Kirche wird am 3. Februar traditionell der Blasiussegen gespendet. Dieser Segen soll den gläubigen Menschen vor Hals- und Erkältungsleiden schützen. Gerade in diesen Pandemiezeiten tut es besonders gut, zu wissen, dass es da noch die Hilfe Gottes gibt und auch die jungen Menschen auf seine Unterstützung hoffen dürfen. 

Im Anschluss an einen feierlichen Gottesdienst wurde jedem Schüler und jeder Schülerin der Blasiussegen gespendet. Schließlich wurde auch noch jedem Gottesdienstbesucher eine kleine Tüte mit weiteren Wohltaten für den Hals und den Magen überreicht. Ein schönes Ritual, das gut tut!

Mischung aus Präsenz- und Onlineunterricht - ein zukunftsfähiges Unterrichtsmodell?

Prof. Markus Janka

Der Schäftlarner Debattierclub geht mit prominenter Unterstützung in die dritte Runde

Beim 3. Debattierclub am 14.12.21 wurde viel über Vor- und Nachteile des Homeschoolings debattiert. An dieser strittigen Frage beteiligten sich 25 Schülerinnen und Schüler zusammen mit Mitgliedern des Elternberats und der Lehrerschaft. Die Veranstaltung wurde von Falko Heinl, Jutta Kalvelage und Dr. Michael Stierstorfer als mittlerweile eingespieltes Trio initiiert. Als bewährter promineneter Rhetorikcoach war auch Prof. Dr. Markus Janka von der LMU München anwesend. In die Regeln zum Argumentieren und Debattieren führten die eloquenten Schüler Chiara Seitz und Emil Gutzmer (beide 7b) anhand des im Deutschunterricht thematisierten Beispiels „Sollten Jugendliche unter 16 Jahren uneingeschränkten Zugang zu Apps haben?“ ein. Insgesamt ist das Homeschooling bei weitem nicht so negativ wie teilweise von der Presse gesehen worden, denn vor allem die vielfältigeren Möglichkeiten, digital zu arbeiten sowie der verminderte Lärmpegel von Online-Unterricht wurden gelobt. Als Nachteil wurde die Vereinsamung und die leichte Ablenkbarkeit genannt. Als weiteres Highlight zeigte sich auch die Katze des versiert debattierenden Lenny Remus (8b) sehr interessiert an der Debatte, wie man an dem obigen Bild leicht erkennen kann. Daraus lässt sich ein weiterer Vorteil fürs Homeschooling ableiten: Seelische Unterstützung von den eigenen Haustieren (falls vorhanden), gerade auch für eher unbeliebte Fächer. Daneben wurde auch erörtert, welche Vor- und Nachteile ein für Schüler und Lehrer in allen Klassenzimmern frei zugängliches W-Lan hätte. Summa Summarum drehten sich dieses Mal passend zur digitalen Plattform des Debattierclubs alle Themen um digitale Belange im Schulkontext. Aufgrund der engagierten Beteiligung der Schülerinnen und Schüler aus den unterschiedlichsten Jahrgangsstufen und der stetigen Nachfrage nach neuen Debattenrunden bleibt schließlich zu konstatieren: Fortsetzung folgt…

 

Dr. Michael Stierstorfer

 

 

Perspektivwechsel

Ein ungewöhnliches Projekt des P-Seminars „Inklusion“

„Einer für alle, alle für einen“;  heißt es in dem Kinderbuch „Die drei Muskeltiere“, das die Geschichte von vier Mäusen erzählt, die zusammen durch dick und dünn gehen und sich dabei blind vertrauen können. Was für vier Mäuse möglich ist, müsste doch eigentlich auch bei uns Menschen klappen oder? Doch wie sieht es mit dem Gemeinschaftssinn, dem Zusammenhalt und der Rücksichtnahme in unserer Gesellschaft aus, die nicht nur aus vier Mäusen sondern gleich aus 80 Millionen einzigartigen Individuen besteht? Wir als körperlich und geistig gesunde Menschen würden diese Frage anders beantworten als die Menschen, die tatsächlich davon betroffen sind. Blinde, hörgeschädigte und motorisch eingeschränkte Menschen beispielsweise erleben täglich ein Gesicht unserer Gesellschaft, das uns normalerweise verborgen bleibt.

Aus diesem Grund haben wir, das P-Seminar „Inklusion“, das Projekt „So oder anders können“ auf die Beine gestellt. Drei Tage lang haben wir versuch den Alltag einer eingeschränkten Person aus einer anderen Perspektive zu erfahren und gelernt, welche Herausforderungen und Schwierigkeiten dieser für eingeschränkte Personen bereithält. Dafür haben wir uns in unterschiedliche Gruppen aufgeteilt und uns mit verschiedenen Einschränkungen auseinander gesetzt. Ob blind, taub oder motorisch eingeschränkt – in unserem Fall ohne den starken Arm beziehungsweise im Rollstuhl – wir alle haben gelernt, was es bedeutet, wenn man auf die Hilfe anderer angewiesen ist und demjenigen dann auch noch blind vertrauen muss. Geduld, Vertrauen und Überwindung waren während der drei Tage unsere ständigen Begleiter. Trotzdem konnte jeder einzelne von uns am Ende des Projekts erschöpft aber glücklich sagen, dass das Projekt ein großer Erfolg und eine ganz besondere Chance war. Eine Chance um wichtige Erfahrungen zu sammeln und Empathie für die Menschen unserer Gesellschaft zu erlernen, die sie verdienen und manchmal auch darauf angewiesen sind.

Wie der Name „Inklusion“ aber sagt, geht es in unserem Seminar nicht nur darum einen Einblick in den Alltag eingeschränkter Personen zu bekommen, sondern auch darum selber einen Teil zum „großen Ganzen“ beizutragen; darum das Wort „Inklusion“ in die Tat umzusetzen. Dazu war geplant, dass wir für zwei Tage die Schule in Rottenbuch besuchen würden und dort an dem Schulalltag eingeschränkter Kinder und Jugendlicher teilnehmen dürften. „Im Gegenzug“ hätten wir für die Schülerinnen und Schüler aus Rottenbuch, die wir in den zwei Tagen kennengelernt hätten, einen gemeinsamen Sommersporttag organisiert. Doch die Corona-Pandemie machte uns einen gewaltigen Strich durch die Rechnung. Da der Besuch, das Kennenlernen und damit auch das Sommersportfest nicht mehr möglich waren, stellten wir uns die Fragen nach einem „Plan B“. Wir entschlossen uns an der Idee eines Sporttages festzuhalten, den wir nun jedoch für die 6.Klassen Schäftlarns ausrichten wollten.

So wollten wir unsere Erfahrungen, die wir in unserem ersten Projekt gewonnen hatten, auf spielerische Weise mit den Sechstklässlern teilen und ihnen im Rahmen des Projekts die Möglichkeit geben selber die Perspektive zu wechseln. Aus der Idee wurde mit der Zeit ein Konzept und vom 19.07 bis zum 21.07 dann schließlich unser eigenes Projekt, das wir „Perspektivwechsel“ tauften. An verschiedenen Stationen versuchten wir unterschiedliche Aspekte der Einschränkung „Blindheit“ so vielseitig und eindrücklich wie möglich darzustellen. An der Station „Blindenführung“ erklärten wir ihnen beispielsweise, wie man einen Blindenstock richtig benutzt und sich damit orientiert ohne vom Weg abzukommen. Bei der Station „Torball“ wurde ganz besonders der Hörsinn gefordert, während bei den Stationen „Tasten“ und „ Parcour“ die Geschicklichkeit im Vordergrund stand. Die Krönung des jeweiligen Projekttages war die Station „Klettern“. Dort wagten dich die Sechstklässler blind an die schuleigene Boulderwand und kletterten gesichert und unter Anleitung ihrer Klassenkameraden zu dem Süßigkeitenkorb, der oben auf sie wartete. Bei Abschlussrunde, die das Ende jedes Projekttages darstellte, reflektierten wir gemeinsam die gesammelten Erfahrungen an den durchlaufenen Stationen. So erzählten uns die Sechstklässler begeistert und erstaunt von ihren persönlichen Empfindungen: wie viel Spaß der Tag ihnen bereitet hatte und wie überrascht sie von seinem Verlauf waren, den sie sich doch ganz anders vorgestellt hatten. Doch nicht nur die Sechstklässler, sondern auch wir waren positiv überrascht: Überrascht von ihrem Engagement, ihrem ehrlichen Interesse und ihrer Begeisterung. So merkte wir, dass das Projekt nicht nur für uns, sondern auch für sie etwas besonders war und auch sie vieles gelernt haben.

Wir hatten es geschafft: Wir hatten „Inklusion“ in die Tat umgesetzt.

Sehen Sie sich unser Video vom Projekttag an!

Das P-Seminar „Inklusion“

Wir sind dann mal (kurz) weg!

Tag 1: Mittagspause auf dem heiligen Berg

Unterwegs auf dem Jakobsweg

Am Sonntag, den 17.10. um 9 Uhr trafen wir uns, ausgerüstet mit unseren Fahrrädern, am Bahnhof in Hohenschäftlarn. Nach einer allgemeinen Begrüßung durch den Kursleiter Herr Heiß begann die Exkursion mit der ersten Etappe in Richtung Starnberger See, wo wir eine Pause einlegten. Anschließend fuhren wir weiter nach Andechs, wo wir in der Mittagssonne im Andechser Bräustüberl eine typisch bayrische Mahlzeit zu uns nahmen. Gegen 13 Uhr setzten wir die Route nach Wessobrunn fort. Der Weg führte uns über Feldwege und Landstraßen zu einer etwas abseits gelegenen Jugendherberge. Bereits am frühen Nachmittag kamen wir an unserem Tagesziel an. Am Abend besuchten wir erschöpft eine Gaststätte im Ortszentrum von Wessobrunn und ließen es uns bei traditionellen Schmankerln und kühlen Getränken gut gehen. Nachdem wir bis abends auf den Zutritt unserer Unterkunft warten mussten, freuten wir uns auf eine warme Dusche und eine erholsame Nacht.

Tag 2: Vor der Klosterkirche Steingaden

Nachdem wir uns am nächsten Morgen beim Bäcker mit einer Brotzeit und Getränken ausrüsteten, traten wir unsere nächste Etappe an. Der Weg führte uns nach Steingaden, wo wir auf dem Marktplatz vor dem Kloster zu Mittag aßen und anschließend vor der Klosterkirche das tägliche Pilgergebet sprachen. Am später Mittag folgten wir unserer Route durch das Premer Moor nach Lechbruck am See. Nur noch wenige Kilometer waren wir von unserem Tagesziel in Bernbeuern entfernt. Dort angelangt, bezogen wir unsere Zimmer, ruhten uns von dem anstrengenden Tag aus und beendeten den Abend mit einer Einkehr in das dortige Gaststüberl.

Tag 3: In Oberthingau

Der nächste Morgen begann mit einem Frühstück in unserer Unterkunft, worauf wir unsere vorletzte Etappe in Richtung Marktoberdorf antraten. Der anfangs recht beschwerliche Pilgerweg führte uns zu unserer Mittagspause bei einem türkischen Imbiss in Marktoberdorf, bei welchem sich die Gruppe schmackhafte Kebabs schmecken ließ. Dank dieser Stärkung konnten wir die letzte Etappe fast problemlos bewältigen, lediglich eine kleinere Reifenpanne kurz vor unserem Ziel kostete uns etwas Zeit, dennoch erreichten wir erschöpft, aber glücklich den Bahnhof in in Kempten. Abschließend konnten wir leider aufgrund der wenig flexiblen Deutschen Bahn nicht alle gemeinsam nach Hause fahren. So mussten wir in zwei Gruppen zum Münchner Hauptbahnhof, was zugleich auch das Ende unserer Pilgerreise bedeutete.

Insgesamt legten wir als Gruppe eine Route quer durch Bayern von knapp 160 km mit unseren Rädern zurück. Alle 15 Teilnehmer blicken auf ereignisreiche und unvergessliche Exkursionstage zurück. Garantiert lässt sich durch eine neue Inspiration, durch das Besichtigen von heiligen Stätten, durch die Schönheit der Natur und durch das Hören zahlreicher Pilgergebete einiges für die Zukunft mitnehmen. Dank der sorgfältig ausgewählten Pilgerwege durch die jeweiligen Etappenplaner hatte jeder Kursteilnehmer die Möglichkeit, eine völlig neue Seite von Bayern zu erleben.

Niklas Humberg, Johannes Pöschl, Fabian Römer (P-Seminar Jakobsweg)

Weltmissionstag 2021 - Besuch aus dem Senegal

Am 21. Oktober bekamen wir Besuch aus dem Benediktiner-Kloster Keur Moussa. Die Mönche sind vier Wochen in ganz Bayern unterwegs, um für den Weltmissionssonntag der bayerischen Bischöfe das diesjährige Partnerland Senegal vorzustellen.

Bei einer Andacht lauschten die Schüler der Unterstufe den Klängen der Kora, einer Stegharfe, die durch die Mönche in Keur Moussa in ganz Westafrika berühmt geworden ist.

Anschließend kamen Schüler der Mittel- und Oberstufe in der Aula ins Gespräch mit den Mönchen, wobei sie sich unter anderem für das Zusammenleben von Muslimen und Christen im Senegal und für das Leben im Kloster interessierten.

Hier einige Bilder und Videos aus unserer Aula bzw. Kirche, vom Besuch der Benediktiner-Mönche aus Keur Moussa Pere Marie-Firmin, Frere Gabriel und Frere Lazare: https://www.dropbox.com/sh/fhzbappgqkopwd3/AAAe7uQjrh3riGwqYQis21via?dl=0

Wenn auch Sie Ihre Solidarität mit den Menschen im diesjährigen Partnerland Senegal zeigen möchten [Frauen stärken/Gesundheit sichern/Frieden fördern/Bildung ermöglichen/Schöpfung bewahren/Nothilfe leisten/Lebensgrundlagen schaffen], hier die Möglichkeit zur online-Spende (Sie erhalten eine Spenden-Quittung): https://missio.com/helfen/online-spenden Oder per Überweisung: missio München, IBAN: DE96 7509 0300 0800 0800 04, BIC: GENODEF1M05, LIGA Bank