Aktuelles

Endlich wieder realer Austausch

Nach einer langen Corona Pause und einigen Online Projekten stand im Oktober endlich!!! wieder ein realer Schüleraustausch mit unseren beiden Partnerschulen in Straßburg und Paris an. Die Vorfreude war auf beiden Seiten riesig und man tauschte sich schon fleißig aus, bevor man sich überhaupt das erste Mal sah.

Am 14. Oktober war es dann soweit, die Straßburger und Pariser reisten an und ihre deutschen Partner empfingen sie nach der Begrüßung durch Hr. Sagmeister gleich in der Turnhalle zum gemeinsamen Sport. Da gab es Fußball, Völkerball und Ähnliches, so dass in den gemischten Mannschaften sofort alle sprachlichen Barrieren überwunden wurden. Nach diesem gelungenen Einstand gab es von den Gastgebern selbst gebackene Kuchen, die gemeinsam verköstigt wurden. Danach lernten unsere französischen Gäste dann ihre jeweiligen Gastfamilien kennen und erzählten am Montag begeistert von all den tollen Erlebnissen, die ihnen ihre Gastfamilien am Wochenende ermöglicht hatten.

Hier nun ein paar Eindrücke aus den verschiedenen Programmen für die beiden Gruppen.

Ankunft und Begrüßung durch Herrn Sagmeister
Ausflug zum Chiemsee
Im FC-Bayern Stadion
Im BMW-Museum
Natürlich wurde auch gemeinsam gelernt

Die Liste der Wahlkurse

Sport:

Fußball in der Halle und im Freien, Tischtennis für Fortgeschrittene und Anfänger, Judo, Klettern, Volleyball, Konditionstraining, Basketball, Leichtathletik, Hockey, Hip Hop Tanz, Akrobatik

Kunst und Kultur:

Chor, Bigband, Orchester, Band, Offener Kunstsaal, Gitarre, Vorlesestunde, Theater, Film AG, Bibliothek, Filzgemälde, Schülerzeitung

Gesellschaft und Natur:

Indien AG, Bienen AG, Kochen, Gemeinsam debatieren, Schulgarten, Nachhaltig leben, Schafkopfen

Technik:

Informatik, Technisches Zeichnen

 Spirituelles:

Ministranten, Offene Kapelle, Yoga für Kinder

Ich will euch Zukunft und Hoffnung geben

Pater Charles Sendegeya besucht anlässlich des Weltmissionssonntags das Gymnasium Schäftlarn

Pater Charles ist ein ruhiger Mann mit einer sehr freundlichen und mitnehmenden Ausstrahlung. Wenn man ihn kennenlernt, würde man nicht auf die Idee kommen, dass dieser so ausgeglichen-wirkende Mann aus Ruanda alle Sorgen eines Flüchtlings am eigenen Leib erfahren musste. 

Aber vielleicht spricht er deshalb so überzeugend von den Nöten geflüchteter Menschen in Afrika und kann so deutlich machen, was es bedeutet, alles zurückzulassen, fremd und ohne finanzielle Mittel irgendwo zu stranden. Genau der Hilfe für diese Menschen in Afrika, den Flüchtlingen, die sich am Rande der Millionenstadt Nairobi, aus dem Nichts, eine neue Existenz schaffen müssen, widmet sich die Hilfsorganisation Tushirikiane Afrika. Pater Charles ist der Leiter dieser Organisation.

Pater Charles verbrachte einen ganzen Tag am Gymnasium Schäftlarn, wo er an einem Gottesdienst für die Jahrgangsstufen 5 und 6 und an mehreren Gesprächsrunden mit Schülern der Mittelstufe und der Oberstufe teilnahm. 

Dabei berichtete er über die politischen Verhältnisse in Afrika, über Migration und Flucht, aber auch über die Sprachen, die Kultur und Religion und über die Schönheit des Kontinents. Sein Vortrag und auch die Gesprächsrunden, in denen Schülerinnen und Schüler Fragen stellen konnten, wurden mit großem Interesse aufgenommen.

Zur Unterhaltung zeigten Chor und die Akrobatikgruppe ihr Können.

Bildung für Herz und Verstand

Probentage für Big Band (9. bis 12. Klassen) und Chor (6. bis 12. Klassen) in der Bayerischen Musikakademie Schloss Alteglofsheim vom 26. bis 28. September 2022 unter der Leitung von Frau Lutz und Frau Seidel

Die Probentage zu Beginn des Schuljahres sind seit etlichen Jahren fester Bestandteil des Schulkalenders. Sie konnten sogar 2021 stattfinden, da sie glücklicherweise knapp vor dem abermaligen Verbot aller Schülerfahrten lagen. Damals wussten wir nicht, ob es die Infektionslage zulassen würde, Veranstaltungen durchzuführen. Trotzdem hatten alle große Freude am gemeinsamen Singen und Musizieren. Die Hausmusik konnte dann zwar noch eingeschränkt stattfinden, das Weihnachtskonzert musste zu unserer großen Enttäuschung schon zum zweiten Mal ausfallen.

In diesem Schuljahr blicken wir voll Optimismus auf den Herbst und die Weihnachtszeit. Wir hoffen sehr, dass wir nach zweijähriger Pause endlich wieder Gäste zum Hausmusikabend in die Aula und zum Weihnachtsoratorium in die Klosterkirche einladen dürfen.

Für diese beiden großen Zielen übten die Big Band und der Chor voll Begeisterung und mit großem Engagement drei Tage im schönen Schloss Alteglofsheim.

Wie man auf den Fotos erkennen kann, durfte die Big Band im reich mit Stuckaturen und historischen Gemälden ausgestattetem Kaisersaal proben. Der Chor war im modernen Konzertsaal untergebracht.

Die meisten Schülerinnen und Schüler der 12. Jahrgangsstufe waren schon seit der 6. Klassen bei den Probenfahrten dabei und bedauerten wehmütig, dass dies der letzte Aufenthalt als Mitglied der Big Band und des Chores im inzwischen so vertrauten Schloss war.

Herr Alwin Sauer war von Anfang an immer mit von der Partie. Dabei verstärkte er den Chor als Sänger und versah den Dienst des Nachtwächters. In beiden Funktionen wurde er diesmal von Herr Christoph Geiger tatkräftig unterstützt.

Voller Zuversicht, dass die nächsten zwei Monate wieder ungestört „Jauchzet, frohlocket“ aus dem Musiksaal erklingt, laden wir herzlich ein:

Hausmusikabend am 15.11.2022 um 18 Uhr in der Aula

Weihnachtskonzert am 20.12.2022 um 19 Uhr in der Klosterkirche

Gewinnbringende Besinnungstage der Q11 im Juli 2022

Am Ende eines interessanten, schönen, aber doch auch anstrengenden Schuljahres angelangt, darf die Klassenstufe 11 sich ein paar Tage Zeit nehmen, um sich zu besinnen. Im Englischen spricht man von Consciousness oder Reflection, im Französischen von Connaissance oder Méditation. Ziel der Besinnungstage ist es also, sich über sich selbst und seine Ziele bewusst zu werden, über sich, andere und anderes nachzudenken, sich kennenzulernen, sich zu erkennen und neue Energie für das nächste Schuljahr zu tanken.

Nach einer kurzweiligen Busfahrt nach Benediktbeuern werden die Schüler*innen der Q11 und die sie begleitenden Lehrer*innen Frau Wissel, Herr Weinzierl, Herr Stierstorfer und Herr Pirchtner bekocht und dürfen anschließend ihre Zimmer beziehen. Jeder Klasse werden zwei Gruppenleiter zugewiesen, die während der drei Tage die Coachingeinheiten übernehmen.

Gleich am ersten Tag finden nach dem Mittagessen drei Gruppentreffen in den jeweiligen Klassen mit ihren Aufsichtspersonen statt. Während dieser Zeit können sich die Lehrer anderweitig beschäftigen. Es werden Kennenlernspiele gespielt, bei denen die Schüler*innen beispielsweise Eigenschaften ihrer Gruppenleiter*innen erraten sollen und jeder darf einen Lebensbaum oder einen Pfad malen, um sich wichtiger Lebensstationen und seiner Ziele bewusst zu werden. Dieser darf anschließend in der Gruppe vorgestellt werden. Hier erfahren die Schüler*innen mehr über ihre Klassenkameraden, die sie doch schon seit sieben Jahren fast jeden Tag in der Schule treffen, von den Ferien mal abgesehen. Es ist jedoch erstaunlich, wie wenig man über den ein oder anderen weiß.

Auch Themen, wie Abtreibung, Ehe und Partnerschaft, bzw. Beziehung werden angesprochen und in der Runde diskutiert. Was ist in einer Beziehung wirklich wichtig? Worauf muss geachtet werden, damit sie funktioniert? Ist Treue das gleiche, wie Vertrauen? Ist Respekt selbstverständlich? Müssen Humor und Lebensstil der beiden Partner äquivalent sein oder können sich auch zwei Menschen völlig verschiedener Gesinnung lieben und miteinander leben? Wer wäre bereit sein Kind abzutreiben oder von jetzt auf gleich zu einem Elternteil zu werden? Ist eine Liebesnacht vor einer potenziellen Hochzeit in Ordnung oder auch Affären während der Beziehung? Welche Auswirkungen haben letztere jedoch dann auf die Familiensituation? All diese Fragen erstmal für sich selbst zu beantworten, ohne sich von anderen beeinflussen sowie bei Rechtfertigungen seiner Antworten unter Druck setzten zu lassen, kann ziemlich schwierig sein. Um die Erlebnisse des ersten Tages zu verarbeiten, treffen sich alle nach dem Abendessen nochmal gemeinsam zur „Guten Nacht“ und können anschließend entspannt ins Bett gehen.

Am zweiten Tag ist die allgemeine Stimmung am Morgen beim Frühstück sehr ruhig, da alle die erste Nacht (die bei einigen nicht besonders lang war) verdauen müssen. Nachdem alle ein wenig Kraft getankt haben, geht es zu den Workshops, in die sich alle Schüler*innen am Abend zuvor eingeschrieben haben. Angeboten werden ein Kreativworkshop, ein Planspiel, ein Workshop über ,,das Leben mit dem Tod“ und ein Musik- und Sportworkshop mit Yoga, Mediation und Gesang. Besonders beliebt sind der Kreativ- und der Yogaworkshop. Nach der ersten Runde kommen viele mit selbstbemalten Jutebeuteln und Kerzen aus dem Kunstraum. Von dort aus geht es dann zu Claudia, die allen den Sonnengruß und viele neue Asanas beibringt. Besonders die verschiedenen Atemtechniken, die jeder ,,Yogi“ anwenden soll, bringen alle zum Schmunzeln und sorgen für eine gute, lockere Stimmung. Am Ende des Kurses singt Claudia noch zwei Mantras. Zuerst stimmen zwar nur wenige zaghaft mit ein, doch schließlich singen alle zusammen und der ganze Raum bebt förmlich voller guter Energie. Nach den Workshops haben sich alle ein Mittagessen verdient. Danach dürfen die Schüler*innen ihre Freizeit genießen. Die einen spielen Fußball, die anderen vertreiben sich ihre Zeit auf dem Zimmer oder in den Gemeinschaftsräumen. Der Rest macht sich, wie bereits am Tag zuvor, auf den Weg zum Edeka, um sich Snacks für den Abend zu kaufen. Von 16-18 Uhr verbringen nochmal alle Schüler*innen klassenintern einen Spieleabend mit ihren Gruppenleiter*innen. Danach geht es schon wieder zum Abendessen und im Anschluss genießen alle gemeinsam noch ihren letzten Abend.

Am letzten Morgen müssen alle Schüler*innen schon um sieben Uhr ihre Zimmer leergeräumt haben und dürfen anschließend frühstücken. Um neun Uhr werden im Rahmen einer Abschiedsfeier Spiele gespielt und es wird Musik gehört. Den Höhepunkt bildet eine lange Runde Lehrer Pantomime. Hier spielen alle mit, sowohl Lehrer*innen als auch Schüler*innen, und es gibt jede Menge zu lachen. Nach einem letzten Mittagessen geht es für die Q11 wieder in Richtung Schäftlarn.

Auch wenn wir den Besinnungstagen etwas skeptisch entgegengeblickt haben, ist es für alle eine tolle Erfahrung gewesen, wir haben sehr viel Spaß gehabt und auch etwas für unser zukünftiges Leben mitgenommen. An alle kommenden elften Klassen: Ihr könnt euch freuen, macht das Beste draus!

Paulina Grunwald und Anna Lena Arnholdt (Q11c)

 

 

Auf den Spuren der Römer

Brotzeit im Wald

Die sechsten Klassen fahren nach Weißenburg

Zwei Schuljahre Latein haben die Schülerinnen und Schüler der sechsten Jahrgangsstufe inzwischen hinter sich gebracht und dabei auch so Manches zur Geschichte der Römer erfahren. Da liegt es nahe, die römische Vergangenheit einmal hautnah kennenzulernen.

Spiel am Römerbrunnen

So machten sich die Klassen am 19. Juli, mit ihren Lateinlehrern und Präfekten, auf die lange Reise ins Fränkische. Denn hohen Temperaturen des Tages geschuldet, erkundeten die Ausflügler erst einmal, in einer kurzen Wanderung, den Weißenburger Wald, wo am Picknickgelände Römerbrunnen ausgiebig Brotzeit gemacht, aber auch der Bach und der Wald zu Spiel und Kreativem genutzt wurde.

Die 6c vor den Wahrzeichen der Stadt

Anschließend ging es mit den Bussen in die Stadt, um in kurzweiligen, aber sehr informativen Führungen, das Leben der Römer, in unmittelbarer Nähe zum Limes, kennen zu lernen. Besondere Überraschung löste der Römerschatz aus. Die Kinder zeigten sich erstaunt, dass die kleinen und filigranen Götterstatuen tatsächlich mehrere tausend Jahre alt sind, die ganze Zeit in einem Feld am Stadtrand von Weißenburg lagen und dabei trotzdem so gut erhalten, wie neu aussehen.

Das verdiente Eis

Natürlich durfte zum Abschluss der kurze Spaziergang zur Eisdiele nicht fehlen, denn was wäre ein Ausflug ohne erfrischende Kühlung! Der Besitzer der Eisdiele war jedenfalls über unseren Besuch sehr erfreut!!!

Sport und Inklusion

Die Elftklässler am Gymnasium Schäftlarn organisieren ein Sportfest für Kinder und Jugendliche mit Einschränkungen

Das P-Seminar „So oder anders können“ hat sich mit dem Thema „Inklusion“ auseinandergesetzt. Im Rahmen einer Projektarbeit organisierten 12 Schülerinnen und Schüler der 11. Jahrgangsstufe ein Sportfest mit Rahmenprogramm, für die Schülerinnen und Schüler der Partnerschule Don Bosco Rottenbuch, in der Kinder und Jugendliche mit Beeinträchtigungen unterrichtet werden. Das Sportfest fand am Dienstag, den 12. Juli statt.

Bereits im Vorfeld hospitierten die Jugendlichen vier Tage an der Schule in Rottenbuch, um die dortigen Schülerinnen und Schüler kennenzulernen. In verschiedenen Workshops zum Thema Inklusion setzen sie sich mit der Frage nach geistiger und körperlicher Beeinträchtigung auseinander und schließlich sammelten die Schäftlarner Schülerinnen und Schüler noch praktische Erfahrung zum Thema, indem sie einen dreitägigen „Perspektivwechsel“ vollzogen, in dessen Rahmen sie selbst mit einer Einschränkung wie Blindheit „lebten“ und dabei wichtige Erfahrungen sammelten.

Mit Aufregung erwarteten die 12 Jugendlichen, unterstützt von etlichen Lehrkräften und weiteren Helfern, die 110 Jugendlichen, die mit Lehrkräften und Betreuern am Vormittag des 12. Juli in Schäftlarn eintrafen. Auf die Besucher warteten Stationen wie Klettern, Dosenwerfen, Kegeln und Fußball. Außerdem konnten Armbänder gebastelt werden, man konnte sich schminken lassen oder sich in einer Hüpfburg austoben.

Erschöpft, aber sehr zufrieden erklärte Frau Schmette, die Leiterin des P-Seminars, am späten Nachmittag, dass alle Besucher glücklich und zufrieden wieder abgereist sind. Für alle Beteiligten war es ein großes Erlebnis. Frau Schmette dankte noch allen Helfern und den Sponsoren, ohne die die Durchführung dieses Sportfestes nicht möglich gewesen wäre.

Unser Fest

Das Gymnasium feiert das Benediktsfest

Als es noch keine Corona-Pandemie gab feierte das Gymnasium Schäftlarn das Benediktsfest immer mit einem großen Schulausflug. Dies ist leider immer noch nicht möglich. Dennoch wollte die Schulgemeinschaft in diesem Schuljahr das Benediktsfest nicht wieder verstreichen lassen. Deshalb bildete sich am Vormittag des 11. Juli eine lange Prozession über das Schulgelände. Mit Liedern und besinnlichen Texte, mit Gebeten und Fürbitten zogen die Kinder und Jugendlichen, gemeinsam mit ihren Lehrern und Präfekten, zur Kirche.

 

 

Dort erklärte der langjährige Abt des Klosters, Pater Gregor, im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes, dass es immer zwei Arten von Reichtum gibt: Den Reichtum der Dinge, der bis zu einem gewissen Grad notwendig, aber vergänglich sei und auch nicht wirklich glücklich mache, und den Reichtum des Herzens, der sich in Empathie, Toleranz, Mitmenschlichkeit, Freundlichkeit und Herzlichkeit ausdrückt. Dies ist der wahre Reichtum, weil er uns bleibt und uns hilft ein glücklicher und zufriedener Mensch zu sein.

Im Anschluss an die Messe, fand ein großes Picknick im Freien statt, wo die Schülerinnen und Schüler, bei wundervollem Wetter, gemütlich zusammensaßen.

Am Nachmittag konnten die Kinder und Jugendlichen verschiedene Angebote nutzen, wie der Besteigung des Kirchturms oder einem Gesprächsangebot mit einem Pater über das klösterliche Leben. Etliche Klassen unternahmen auch Ausflüge, die oft bei einem guten Eis endeten.

So konnte zwar kein großer Schulausflug stattfinden, aber die Schulgemeinschaft fand endlich wieder die Gelegenheit, gemeinsam zu feiern.

Griechenlandfahrt der 10. Klassen

Kap Sounion (Poseidontempel)

Der Reisebericht der Schüler:

Vom 3. bis zum 10. Juli fuhren wir mit unserer Griechischklasse der 10. Jahrgangsstufe gemeinsam mit Herrn Wicht und Frau Pascha nach Griechenland.

Sonntag trafen wir uns mittags am Flughafen und flogen gemeinsam nach Athen, von wo wir mit der Bahn zu unserem ersten Hotel im Zentrum Athens fuhren. Bei unserem zweitägigen Aufenthalt dort besichtigten wir die Akropolis, das Akropolismuseum, die Agora und ein Museum der neueren griechischen Geschichte, wobei wir viele Eindrücke sowohl des antiken Griechenlands als auch der modernen Großstadt Athen gewannen. Am dritten Tag fuhren wir mit einem Mietwagen über das landschaftlich beeindruckende Kap Sounion nach Nafplio, wo wir für drei Tage unser Lager aufschlugen. 

Ausblick von der Festung Palamidi über Nafplio

Am nächsten Tag ging es nach Mykene, zum ehemaligen Herrschersitz des Agamemnon. Nachdem wir Mykene besichtigt hatten, fuhren wir weiter zum Heraion von Argos, wo wir in den antiken Überresten des Heratempels auf Spurensuche gingen. Frühabends besuchten wir die Burg „Palamidi“, welche sich über der Stadt Nafplio auf einem Berg befindet. Danach liefen wir den Weg, den wir zuerst mit dem Auto hinaufgefahren waren, zu Fuß hinunter und hatten einen schönen Ausblick auf die Stadt. 

Korinth (Apollotempel)

Am Donnerstag, unserem vierten Tag, waren wir in Korinth und Epidauros. In Korinth sahen wir antike Gebäude wie den Apollontempel und den Platz, wo der Apostel Paulus zu den Korinthern gesprochen hatte. Anschließend fuhren wir auf den Akrokorinth, wo wir ganz nach oben stiegen, um einen großartigen Ausblick über die Peloponnes, den Golf von Korinth und den Saronischen Golf zu genießen. Danach fuhren wir weiter nach Epidauros. Dort sahen wir das Theater, in welchem eine sehr gute Akustik herrschte, weswegen man ganz oben in den Rängen immer noch alles von unten genau hören konnte. 

Olympia

Am nächsten Morgen fuhren wir weiter nach Olympia. In dieser Stadt sahen wir den Zeustempel und auch die Ursprünge der olympischen Spiele. Nachmittags kamen wir dann in unserem dritten Hotel in Arkoudi an. Dort verbrachten wir den Abend am Strand. Am Samstag fuhren wir zu unserem letzten Reiseziel, Delphi. Wir sahen das Orakel, die Sphinx der Naxier, die Statuen von Kleobis und Biton und erfuhren, wie man damals ein Orakel bekommen konnte. Am Abend kamen wir letztendlich wieder in Athen an. Wir verbrachten noch eine Nacht in einem Hotel, bevor wir am Sonntag nach dem Besuch des Nationalmuseums zum Flughafen fuhren und schließlich wieder in München ankamen.

Abschließend war die Griechenlandfahrt für uns alle ein tolles neues Erlebnis und wird uns immer in Erinnerung bleiben.

Zwischen Kafka und Fritz Lang

Die Schäftlarner Theatergruppe bringt Woody Allens Komödie „Der Tod“ als urbane Dystopie fulminant auf die Bühne

Blaues Licht, schwarzer Hintergrund und diverse verwinkelt wirkende weiße Kuben – Vor diesem Hintergrund agierte der kleinbürgerliche Protagonist Kleinmann (Leo Stöhr), der eines Tages im Nachthemd von dubiosen, mafiahaften Wutbürgern bzw. einer aggressiven Bürgerwehr (u.a. Leopold Sommer, Lara Riedel, Maresa Rinner, Pia Matouschek und Emma Bunge) überrascht wird und sich auf deren Seite begeben soll, um einen schrecklichen Jack-The-Ripper-haften Mörder zu finden, der in einer Metropole sein Unwesen treibt. Das Stück ist zeitlich offensichtlich in den 70er Jahren situiert, was an dem coolen Retro-Look der Schauspieler wie Trenchcoats zu erkennen war

Nach dem konsequenten Nichtauffinden des Mörders muss Kleinmann selbst eine Katabasis als witzig-ironischer und zugleich unsicherer Antiheld vollziehen und personifiziert somit offensichtlich Woody Allen selbst: Dabei begegnet er in diesem episodenhaften Ideendrama seiner fürsorglichen Haushälterin Anna (Philippa Lauer), die Kleinmann mit einer morbiden Tierknochenkette als Glücksbringer für das Betreten der urbanen Unterwelt ausstattet, einem wissenschaftsbesessenen Arzt (Elias Lorenzl), der gerne jede Gehirnwindung des Kleinmann untersuchen würde und der geschäftstüchtigen Prostituierten Gina (Fine Schenk), die mit dem Protagonisten fast schon auf romantische Weise Sternzeichenkonstellationen am Himmel betrachtet, würde ein jeder Kuss nicht sechs Dollar kosten. 

Außerdem taucht bald ein teilweise im Dunkeln tappender Inspektor (Friedrich Fuchs) auf, der sich mithilfe des Sehers Spiro (Pauline Lehmann) auf die Fährte des Mörders lotsen lässt. Wie in Kafkas Roman „Der Prozess“ soll K(leinmann) ohne sich seiner Taten bewusst zu sein, bestraft werden. Die Hatz nach dem mysteriösen Mörder erinnert stark an Fritz Langs Meisterwerk „M. Eine Stadt sucht einen Mörder“.

So irren die Figuren teils verwirrt und teils verloren in dem kafkaesken Setting umher, das keine Ausgänge erkennen lässt. Schließlich betritt der wahnsinnige Mörder (Daniel Sloboshanin) selbst die Bühne und entpuppt sich – Achtung Spoiler! – als psychopathisches Alter Ego des Kleinmann, der den gleichen Anzug wie letzterer getragen hat. Der Verrückte übernimmt am Ende die Oberhand, und zeigt somit auf, dass hinter jedem „Saubermann“ mit weißem Hemd, Schlips und Kragen dennoch ein Mörder bzw. Psychopath stecken kann: Putin, Trump und Co. lassen grüßen. Auf diese Weise wird die kleinbürgerliche Fassade eines normalen Lebens am Ende als wenig stabil dekonstruiert.

Die beteiligten Schülerinnen beherrschen ihre Rollen souverän und entführten das immer wieder hingerissene und jubelnde Publikum in eine absurd-ironische Totenstadt mit viel Esprit. Insgesamt hat die Theatergruppe Schäftlarn unter der Leitung des kongenialen Duos Dr. Herbert Schmid und Alwin Sauer ein sehr kurzweiliges Stück auf die Beine gestellt, das die Irrungen und Wirrungen des Lebens und des Sterbens auf ironisch-witzige Weise auf die Bühne brachte.

Dr. Michael Stierstorfer

„Ich muss Sie leider enttäuschen, ich werde mich heute nicht für Sie ausziehen“

Theaterbesuch der Q11 von Wedekinds provokantem Stück „Lulu“

Mit diesen Worten begann unser Besuch des Stückes „Lulu“ im Residenztheater in München am 25.05.22. Nachdem wir und die anderen Gäste sich alle versammelt und gesetzt hatten, startete das Stück des bekannten naturalistischen und anti-illusionistischen Dramatikers Frank Wedekind in der Bearbeitung von Bastian Kraft. Es kamen drei Frauen auf die Bühne, die alle einen Smoking und einen Hut trugen. Die zwei Folgenden brachten auch jeweils die nächste „Enttäuschung“ für das Publikum mit, genauso wie es die Erste tat. Es war ein sehr eindrucksvolles Bild, dass die drei Frauen dort auf der Bühne präsentierten mit den kurzen zurückgegelten blonden Haaren, roten Lippen und der schwarzen Kleidung. Es ist allerdings nicht zu vergessen darauf hinzuweisen, dass jede, obwohl sie gleich angezogen waren und vor Selbstbewusstsein nur so strahlten, körperlich kaum unterschiedlicher hätten sein können.

Relativ schnell wurde den Rezipienten dennoch klar, dass Lulu, die Protagonistin des Stückes, von diesen Frauen repräsentiert wurde. Der Charakter Lulu beeindruckt jede Seele, mit der sie nur ein Wort spricht und jeder dieser Männer und Frauen ist bereit der jungen Frau sein Herz zu schenken.

 Durch die Thematisierung ihres eigenen Schicksals und ihrer verworrenen Gedankengänge vor dem Publikum wird von Lulu Ausdruck gebracht, dass sie ausbrechen möchte. Sie möchte von dem Gegenstand, zu dem sie gemacht wird, frei werden und zeigt sich so in Form der drei Frauen als schemenhafter Charakter und teilt ihren Verehrern in der Nacherzählung ihres Schicksals nun ihre eigenen Werte zu und berichtet dem Publikum ihre Gedanken über jeden Einzelnen: Sei es deren Aussehen oder deren Absichten.   

Die „Enttäuschungen“ die Lulu uns zu Anfang entgegenbrachte, bewahrheiteten sich keineswegs, sodass es insgesamt ein sehr gelungenes und unvorhersehbares Theaterstück war. Wir alle haben anschließend begeistert, aber auch zum Nachdenken angestoßen, das Theater verlassen und konnten sogar noch ein paar Worte mit Juliane Köhler, einer der Hauptdarstellerinnen des Stücks, wechseln, die sich dafür interessierte, ob das Stück für uns Schülerinnen und Schüler nicht zu provokant war. Ansonsten war sie beeindruckt, dass so viele Jugendliche das Stück besuchten. Vielleicht begegnet uns Wedekind im Deutschabitur wieder, sodass der Besuch so oder so eine gute Vorbereitung fürs Deutschabitur war. Vielen Dank an Frau Frank vom Elternbeirat, dem Jugendtheaterring, Frau Dr. Ripfel und Herrn Dr. Stierstorfer für das Ermöglichen dieses Events.

 Leonie Brustmann, Q11 

Endlich wieder ein Sommerkonzert!

Big Band, Chor und Orchester führen schwungvoll in den Sommer ein

Was hat die Pandemie nicht alles stillgelegt und verhindert! So viele Feste und Feiern waren nicht mehr möglich, der Kulturbetrieb kam mehr oder weniger völlig zum Erliegen. Dennoch wurde an unserer Schule nie damit aufgehört, Musik zu unterrichten und zu spielen. Alleine, es fehlten die Auftritte und Konzerte, in denen sich unsere jungen Musiker zeigen können und den verdienten Beifall erhalten. Umso größer war die Freude, dass am 2. Juli endlich wieder ein großes Sommerkonzert stattfinden konnte.

Die Aufregung war groß und entsprechend war auch der Andrang von Mitschülern und Eltern, von Freunden der Schule oder einfach nur Musikbegeisterten, die endlich einmal wieder Live-Musik am Gymnasium Schäftlarn hören wollten.

Die Big Band führte mit einer lyrischen Jazz-Pop Nummer den Abend ein. Nach der Begrüßung wurde es flotter mit Jazz und Soul. Die verschiedenen Chorklassen rührten die Zuhörer mit romantischen Liedern, während die Big Band im Anschluss wieder poppig das Publikum begeisterte. 

Mit Musik aus dem Bereich der Klassik und der New-Klassik konnte das Orchester mit all seinen Facetten und dem gesamten Klangkörper glänzen. Nach dem erneuten Einsatz der Big Band mit Blues und Rock, bot der große Chor Gospel, Filmmusik und Lyrisches. Schon zu diesem Zeitpunkt wurde den jungen Musikerinnen und Musikern großer Beifall zuteil.

Nach den beiden letzten Stücken der Big Band  zeigte der langanhaltende Applaus, dass Frau Lutz und Frau Seidel, die beiden verantwortlichen Musiklehrerinnen, nicht nur hervorragende Arbeit mit den Jugendlichen geleistet, sondern auch ein abwechslungsreiches und gelungenes Musikprogramm entworfen haben.

Der Dank gilt, neben Frau Lutz und Frau Seidel, auch allen Musikerinnen und Musikern und allen Helfern, die zum Gelingen des Abends beigetragen haben.

Der Blick über den Tellerrand

Jugendliche am Gymnasium Kloster Schäftlarn erfahren in einem Projekt Vieles über das Leben an anderen Orten der Welt und überlegen, was das mit uns zu tun hat

Bereits seit dem Jahr 2014 initiiert Frau Schmette, eine Lehrerin es Benediktinergymnasiums Kloster Schäftlarn, in Zusammenarbeit mit dem Projekt „Missio for Life“ eine Bildungswoche für Schülerinnen und Schüler der 8. Jahrgangsstufe. „Missio for Life“ ist eine Bildungsinitiative von Missio München, im Rahmen ihrer Eine-Welt-Arbeit. Es ist Frau Schmette ein außerordentliches Anliegen, den Jugendlichen den Blick zu weiten und neue Perspektiven im Umgang mit Ressourcen zu schaffen, aber auch Verständnis für die unterschiedlichen Lebensentwürfe und Probleme in anderen Teilen der Welt zu wecken.

Deshalb verbrachten Frau Roppelt und ihre drei Mitarbeiter von „Missio for Life“ die Tage vom 9. bis zum 12. Mai am Gymnasium Schäftlarn, wo sie mit jeder der 8. Klassen einen Bildungstag gestalteten. Im Rahmen einer Ausstellung wurden die drei Themenbereiche „Arrangierte Ehen in Indien – die Rolle der Frau“, „Ein philippinisches Straßenkind, das auf einem Müllberg lebt und arbeitet“ und „Leben mit Behinderung in Tansania“ vorgestellt. In anschließenden Workshops wurde deutlich, dass das Leben und die Probleme in den genannten Ländern von ganz anderer Art sind, als in Deutschland. In einer abermaligen Vertiefung setzten sich die Schülerinnen und Schüler mit dem Straßenkind auf den Philippinen auseinander. 

Dabei erkannten die Jugendlichen nicht nur sehr schnell, welch ein gesichertes und luxuriöses Leben sie führen, sondern sie lernten auch, dass Deutschland eines der Hauptzulieferer für Müll auf den Philippinen ist. Was bedeutet es also, wenn wir einen Teil unseres Wohlstandes auch darauf aufbauen, unseren Abfall anderen Ländern aufzubürden? Wie gehen wir damit um und hat das Konsequenzen für unser Verhalten? All diese Fragen wurden schließlich in verschiedenen Arbeitsgruppen bearbeitet und aus den Ergebnissen wurde ein Podcast erstellt.

Einblicke in fremde Kulturen und „Ninja Moves“ für alle

Eine bunte Online-Lesung mit Übersetzerin Franziska Hüther

Am 6.4.2022 um 19.00 Uhr lud Herr Dr. Stierstorfer zur Online-Lesung mit der Literaturpreisträgerin und Übersetzerin Franziska Hüther, die Literaturwissenschaften und nordische Sprachen wie skandinavisch studiert hat, ein.

Im Vordergrund des Abends standen die beiden von Franziska Hüther übersetzten Bücher
„Irgendwo ist immer Süden“ der Autorin Marianne Kaurin und „Über den Umgang mit schwierigen Eltern“ von der damals erst 13-jährigen Autorin Nina Lyngaard Jorgensen.

 

Für mich war den Abend sehr spannend, da ich mich im Vorfeld sehr mit der Thematik des ersten Buches beschäftigt hatte. Ich fand es aufregend, die Worte von der Übersetzerin selbst zu hören und konnte richtig mitfiebern.

Das Buch „Über den Umgang mit schwierigen Eltern“ fand ich so interessant, dass ich es mir am nächsten Tag direkt bestellt habe und hoffe, nützliche Hinweise für meinen Alltag zu finden. J

Nach fast zwei Stunden endete das unterhaltsame Zoom-Meeting noch mit einem kleinen Quiz – und (welch Wunder!) mit einem Buch von Frau Hüther als Gewinn.

Danke an Franziska Hüther und Herrn Dr. Stierstorfer für die Organisation dieses kurzweiligen Abends, der viele Zuhörerinnen und Zuhörer zum Lesen anregte.

 

Sofia Klier, 7a

Aktueller denn je!

„Auf die Fürsprache des heiligen Blasius bewahre dich der Herr vor Halskrankheit und allem Bösen.

Am Gymnasium Schäftlarn erhalten die Schülerinnen und Schüler den Blasiussegen

In der katholischen Kirche wird am 3. Februar traditionell der Blasiussegen gespendet. Dieser Segen soll den gläubigen Menschen vor Hals- und Erkältungsleiden schützen. Gerade in diesen Pandemiezeiten tut es besonders gut, zu wissen, dass es da noch die Hilfe Gottes gibt und auch die jungen Menschen auf seine Unterstützung hoffen dürfen. 

Im Anschluss an einen feierlichen Gottesdienst wurde jedem Schüler und jeder Schülerin der Blasiussegen gespendet. Schließlich wurde auch noch jedem Gottesdienstbesucher eine kleine Tüte mit weiteren Wohltaten für den Hals und den Magen überreicht. Ein schönes Ritual, das gut tut!

Mischung aus Präsenz- und Onlineunterricht - ein zukunftsfähiges Unterrichtsmodell?

Prof. Markus Janka

Der Schäftlarner Debattierclub geht mit prominenter Unterstützung in die dritte Runde

Beim 3. Debattierclub am 14.12.21 wurde viel über Vor- und Nachteile des Homeschoolings debattiert. An dieser strittigen Frage beteiligten sich 25 Schülerinnen und Schüler zusammen mit Mitgliedern des Elternberats und der Lehrerschaft. Die Veranstaltung wurde von Falko Heinl, Jutta Kalvelage und Dr. Michael Stierstorfer als mittlerweile eingespieltes Trio initiiert. Als bewährter promineneter Rhetorikcoach war auch Prof. Dr. Markus Janka von der LMU München anwesend. In die Regeln zum Argumentieren und Debattieren führten die eloquenten Schüler Chiara Seitz und Emil Gutzmer (beide 7b) anhand des im Deutschunterricht thematisierten Beispiels „Sollten Jugendliche unter 16 Jahren uneingeschränkten Zugang zu Apps haben?“ ein. Insgesamt ist das Homeschooling bei weitem nicht so negativ wie teilweise von der Presse gesehen worden, denn vor allem die vielfältigeren Möglichkeiten, digital zu arbeiten sowie der verminderte Lärmpegel von Online-Unterricht wurden gelobt. Als Nachteil wurde die Vereinsamung und die leichte Ablenkbarkeit genannt. Als weiteres Highlight zeigte sich auch die Katze des versiert debattierenden Lenny Remus (8b) sehr interessiert an der Debatte, wie man an dem obigen Bild leicht erkennen kann. Daraus lässt sich ein weiterer Vorteil fürs Homeschooling ableiten: Seelische Unterstützung von den eigenen Haustieren (falls vorhanden), gerade auch für eher unbeliebte Fächer. Daneben wurde auch erörtert, welche Vor- und Nachteile ein für Schüler und Lehrer in allen Klassenzimmern frei zugängliches W-Lan hätte. Summa Summarum drehten sich dieses Mal passend zur digitalen Plattform des Debattierclubs alle Themen um digitale Belange im Schulkontext. Aufgrund der engagierten Beteiligung der Schülerinnen und Schüler aus den unterschiedlichsten Jahrgangsstufen und der stetigen Nachfrage nach neuen Debattenrunden bleibt schließlich zu konstatieren: Fortsetzung folgt…

 

Dr. Michael Stierstorfer

 

 

Perspektivwechsel

Ein ungewöhnliches Projekt des P-Seminars „Inklusion“

„Einer für alle, alle für einen“;  heißt es in dem Kinderbuch „Die drei Muskeltiere“, das die Geschichte von vier Mäusen erzählt, die zusammen durch dick und dünn gehen und sich dabei blind vertrauen können. Was für vier Mäuse möglich ist, müsste doch eigentlich auch bei uns Menschen klappen oder? Doch wie sieht es mit dem Gemeinschaftssinn, dem Zusammenhalt und der Rücksichtnahme in unserer Gesellschaft aus, die nicht nur aus vier Mäusen sondern gleich aus 80 Millionen einzigartigen Individuen besteht? Wir als körperlich und geistig gesunde Menschen würden diese Frage anders beantworten als die Menschen, die tatsächlich davon betroffen sind. Blinde, hörgeschädigte und motorisch eingeschränkte Menschen beispielsweise erleben täglich ein Gesicht unserer Gesellschaft, das uns normalerweise verborgen bleibt.

Aus diesem Grund haben wir, das P-Seminar „Inklusion“, das Projekt „So oder anders können“ auf die Beine gestellt. Drei Tage lang haben wir versuch den Alltag einer eingeschränkten Person aus einer anderen Perspektive zu erfahren und gelernt, welche Herausforderungen und Schwierigkeiten dieser für eingeschränkte Personen bereithält. Dafür haben wir uns in unterschiedliche Gruppen aufgeteilt und uns mit verschiedenen Einschränkungen auseinander gesetzt. Ob blind, taub oder motorisch eingeschränkt – in unserem Fall ohne den starken Arm beziehungsweise im Rollstuhl – wir alle haben gelernt, was es bedeutet, wenn man auf die Hilfe anderer angewiesen ist und demjenigen dann auch noch blind vertrauen muss. Geduld, Vertrauen und Überwindung waren während der drei Tage unsere ständigen Begleiter. Trotzdem konnte jeder einzelne von uns am Ende des Projekts erschöpft aber glücklich sagen, dass das Projekt ein großer Erfolg und eine ganz besondere Chance war. Eine Chance um wichtige Erfahrungen zu sammeln und Empathie für die Menschen unserer Gesellschaft zu erlernen, die sie verdienen und manchmal auch darauf angewiesen sind.

Wie der Name „Inklusion“ aber sagt, geht es in unserem Seminar nicht nur darum einen Einblick in den Alltag eingeschränkter Personen zu bekommen, sondern auch darum selber einen Teil zum „großen Ganzen“ beizutragen; darum das Wort „Inklusion“ in die Tat umzusetzen. Dazu war geplant, dass wir für zwei Tage die Schule in Rottenbuch besuchen würden und dort an dem Schulalltag eingeschränkter Kinder und Jugendlicher teilnehmen dürften. „Im Gegenzug“ hätten wir für die Schülerinnen und Schüler aus Rottenbuch, die wir in den zwei Tagen kennengelernt hätten, einen gemeinsamen Sommersporttag organisiert. Doch die Corona-Pandemie machte uns einen gewaltigen Strich durch die Rechnung. Da der Besuch, das Kennenlernen und damit auch das Sommersportfest nicht mehr möglich waren, stellten wir uns die Fragen nach einem „Plan B“. Wir entschlossen uns an der Idee eines Sporttages festzuhalten, den wir nun jedoch für die 6.Klassen Schäftlarns ausrichten wollten.

So wollten wir unsere Erfahrungen, die wir in unserem ersten Projekt gewonnen hatten, auf spielerische Weise mit den Sechstklässlern teilen und ihnen im Rahmen des Projekts die Möglichkeit geben selber die Perspektive zu wechseln. Aus der Idee wurde mit der Zeit ein Konzept und vom 19.07 bis zum 21.07 dann schließlich unser eigenes Projekt, das wir „Perspektivwechsel“ tauften. An verschiedenen Stationen versuchten wir unterschiedliche Aspekte der Einschränkung „Blindheit“ so vielseitig und eindrücklich wie möglich darzustellen. An der Station „Blindenführung“ erklärten wir ihnen beispielsweise, wie man einen Blindenstock richtig benutzt und sich damit orientiert ohne vom Weg abzukommen. Bei der Station „Torball“ wurde ganz besonders der Hörsinn gefordert, während bei den Stationen „Tasten“ und „ Parcour“ die Geschicklichkeit im Vordergrund stand. Die Krönung des jeweiligen Projekttages war die Station „Klettern“. Dort wagten dich die Sechstklässler blind an die schuleigene Boulderwand und kletterten gesichert und unter Anleitung ihrer Klassenkameraden zu dem Süßigkeitenkorb, der oben auf sie wartete. Bei Abschlussrunde, die das Ende jedes Projekttages darstellte, reflektierten wir gemeinsam die gesammelten Erfahrungen an den durchlaufenen Stationen. So erzählten uns die Sechstklässler begeistert und erstaunt von ihren persönlichen Empfindungen: wie viel Spaß der Tag ihnen bereitet hatte und wie überrascht sie von seinem Verlauf waren, den sie sich doch ganz anders vorgestellt hatten. Doch nicht nur die Sechstklässler, sondern auch wir waren positiv überrascht: Überrascht von ihrem Engagement, ihrem ehrlichen Interesse und ihrer Begeisterung. So merkte wir, dass das Projekt nicht nur für uns, sondern auch für sie etwas besonders war und auch sie vieles gelernt haben.

Wir hatten es geschafft: Wir hatten „Inklusion“ in die Tat umgesetzt.

Sehen Sie sich unser Video vom Projekttag an!

Das P-Seminar „Inklusion“

Wir sind dann mal (kurz) weg!

Tag 1: Mittagspause auf dem heiligen Berg

Unterwegs auf dem Jakobsweg

Am Sonntag, den 17.10. um 9 Uhr trafen wir uns, ausgerüstet mit unseren Fahrrädern, am Bahnhof in Hohenschäftlarn. Nach einer allgemeinen Begrüßung durch den Kursleiter Herr Heiß begann die Exkursion mit der ersten Etappe in Richtung Starnberger See, wo wir eine Pause einlegten. Anschließend fuhren wir weiter nach Andechs, wo wir in der Mittagssonne im Andechser Bräustüberl eine typisch bayrische Mahlzeit zu uns nahmen. Gegen 13 Uhr setzten wir die Route nach Wessobrunn fort. Der Weg führte uns über Feldwege und Landstraßen zu einer etwas abseits gelegenen Jugendherberge. Bereits am frühen Nachmittag kamen wir an unserem Tagesziel an. Am Abend besuchten wir erschöpft eine Gaststätte im Ortszentrum von Wessobrunn und ließen es uns bei traditionellen Schmankerln und kühlen Getränken gut gehen. Nachdem wir bis abends auf den Zutritt unserer Unterkunft warten mussten, freuten wir uns auf eine warme Dusche und eine erholsame Nacht.

Tag 2: Vor der Klosterkirche Steingaden

Nachdem wir uns am nächsten Morgen beim Bäcker mit einer Brotzeit und Getränken ausrüsteten, traten wir unsere nächste Etappe an. Der Weg führte uns nach Steingaden, wo wir auf dem Marktplatz vor dem Kloster zu Mittag aßen und anschließend vor der Klosterkirche das tägliche Pilgergebet sprachen. Am später Mittag folgten wir unserer Route durch das Premer Moor nach Lechbruck am See. Nur noch wenige Kilometer waren wir von unserem Tagesziel in Bernbeuern entfernt. Dort angelangt, bezogen wir unsere Zimmer, ruhten uns von dem anstrengenden Tag aus und beendeten den Abend mit einer Einkehr in das dortige Gaststüberl.

Tag 3: In Oberthingau

Der nächste Morgen begann mit einem Frühstück in unserer Unterkunft, worauf wir unsere vorletzte Etappe in Richtung Marktoberdorf antraten. Der anfangs recht beschwerliche Pilgerweg führte uns zu unserer Mittagspause bei einem türkischen Imbiss in Marktoberdorf, bei welchem sich die Gruppe schmackhafte Kebabs schmecken ließ. Dank dieser Stärkung konnten wir die letzte Etappe fast problemlos bewältigen, lediglich eine kleinere Reifenpanne kurz vor unserem Ziel kostete uns etwas Zeit, dennoch erreichten wir erschöpft, aber glücklich den Bahnhof in in Kempten. Abschließend konnten wir leider aufgrund der wenig flexiblen Deutschen Bahn nicht alle gemeinsam nach Hause fahren. So mussten wir in zwei Gruppen zum Münchner Hauptbahnhof, was zugleich auch das Ende unserer Pilgerreise bedeutete.

Insgesamt legten wir als Gruppe eine Route quer durch Bayern von knapp 160 km mit unseren Rädern zurück. Alle 15 Teilnehmer blicken auf ereignisreiche und unvergessliche Exkursionstage zurück. Garantiert lässt sich durch eine neue Inspiration, durch das Besichtigen von heiligen Stätten, durch die Schönheit der Natur und durch das Hören zahlreicher Pilgergebete einiges für die Zukunft mitnehmen. Dank der sorgfältig ausgewählten Pilgerwege durch die jeweiligen Etappenplaner hatte jeder Kursteilnehmer die Möglichkeit, eine völlig neue Seite von Bayern zu erleben.

Niklas Humberg, Johannes Pöschl, Fabian Römer (P-Seminar Jakobsweg)

Weltmissionstag 2021 - Besuch aus dem Senegal

Am 21. Oktober bekamen wir Besuch aus dem Benediktiner-Kloster Keur Moussa. Die Mönche sind vier Wochen in ganz Bayern unterwegs, um für den Weltmissionssonntag der bayerischen Bischöfe das diesjährige Partnerland Senegal vorzustellen.

Bei einer Andacht lauschten die Schüler der Unterstufe den Klängen der Kora, einer Stegharfe, die durch die Mönche in Keur Moussa in ganz Westafrika berühmt geworden ist.

Anschließend kamen Schüler der Mittel- und Oberstufe in der Aula ins Gespräch mit den Mönchen, wobei sie sich unter anderem für das Zusammenleben von Muslimen und Christen im Senegal und für das Leben im Kloster interessierten.

Hier einige Bilder und Videos aus unserer Aula bzw. Kirche, vom Besuch der Benediktiner-Mönche aus Keur Moussa Pere Marie-Firmin, Frere Gabriel und Frere Lazare: https://www.dropbox.com/sh/fhzbappgqkopwd3/AAAe7uQjrh3riGwqYQis21via?dl=0

Wenn auch Sie Ihre Solidarität mit den Menschen im diesjährigen Partnerland Senegal zeigen möchten [Frauen stärken/Gesundheit sichern/Frieden fördern/Bildung ermöglichen/Schöpfung bewahren/Nothilfe leisten/Lebensgrundlagen schaffen], hier die Möglichkeit zur online-Spende (Sie erhalten eine Spenden-Quittung): https://missio.com/helfen/online-spenden Oder per Überweisung: missio München, IBAN: DE96 7509 0300 0800 0800 04, BIC: GENODEF1M05, LIGA Bank