Lesung über den Münchner Lokalhelden Walter Klingenbeck

Die Verwendung des V-Zeichens als Widerstandssymbol der Alliierten gegen Hitler – was für eine mutige Idee von dem Münchner Schüler Walter Klingenbeck, der sich stark für die Pfarrgemeinde St. Ludwig einsetzte. Dieser malte zusammen mit einem Freund das Victory-Symbol auf öffentliche Gebäude, um seine Gesinnung gegen das Regime der Nationalsozialisten auszudrücken. Beeindruckt von dieser Tat besuchte das P-Seminar Booktubes zusammen mit Pater Thaddäus, Herrn Dr. Stierstorfer und Schüler/innen aus der 9. Klasse am 5. März eine Graphic-Novel-Lesung im Michaelsbund am Stachus zu dem fast ins Vergessen geratenen Münchner Lokalhelden.

Dieser Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus ist im Schatten der weißen Rose teilweise etwas untergegangen. Das Event wurde ambitioniert von der Berliner Künstlerin Marie Geißler abgehalten. Die Lesung war sehr spannend und interessant: Die Schüler/innen des P-Seminars hat besonders bewegt, dass das leider sehr kurze Leben von Walter Klingenbeck mit seinem tragischen Ende als Ganzes im Mittelpunkt stand. Es war mitreißend, als die Künstlerin und Autorin erklärt hat, dass sie im familiären Umfeld von Walter Klingenbeck nachgeforscht hat. So hat sie sogar die Großcousine interviewt, die ihr intime Einblicke in das Familienleben geben konnte. Letztere war ebenfalls anwesend und hat sich mit den Gästen unterhalten. Dadurch ist eine vertraute Situation entstanden, da diese nahe Verwandte sehr offen über das furchtbare Schicksal von Klingebeck gesprochen hat. Beeindruckend war zudem, dass Geißler alle Orte, an denen Klingenbeck gewirkt hat, selbst besucht hat. Auf diese Weise wurden alle Anwesenden angeregt, die kurze, aber eingängige Graphic Novel „Zeichen setzen gegen Hitler – Das kurze Leben des Walter Klingenbeck“ selbst zu lesen. 

Das P-Seminar Booktubes zusammen mit Herrn Dr. Stierstorfer