Das Gymnasium der Benediktiner Schäftlarn zeigt vom 6.7. bis zum 31.7.2026 die Ausstellung „Franz und Franziska – es gibt keine größere Liebe“ über das Leben und Glaubenszeugnis von Franz und Franziska Jägerstätter.
Franz Jägerstätter, ein Bauer aus St. Radegund im Innviertel, verweigerte 1943 den Wehrdienst, weil er den Dienst unter Hitler nicht mit seinem christlichen Glauben vereinbaren konnte. Dafür wurde er wegen Wehrkraftzersetzung zum Tod verurteilt und am 9.8.1943 im Zuchthaus Brandenburg enthauptet. Seine Entscheidung wurde auch nach dem Krieg kontrovers diskutiert, fand aber dann im Laufe der Zeit die allgemeine Anerkennung bis hin zur Seligsprechung am 26.10.2007 in Linz durch Kardinal Martins unter Benedikt XVI.

Die Ausstellung zeigt auf 41 Farbtafeln die Geschichte des Franz Jägerstätter und seiner Frau Franziska bis zur Seligsprechung nach. Bei der Eröffnung der Ausstellung am 3.7.2026 mit Herrn Dr. Schmoller, dem Leiter des Franz und Franziska Jägerstätter Instituts in Linz, wurde deutlich, wie sehr die Geschichte von Franz und Franziska auch heute noch die Herzen berührt: sein Vortrag zeichnete das Bild zweier außergewöhnlichen Menschen deren Bedeutung für die Fragen der Gegenwart im anschließenden Gespräch mit Schülerinnen und Schülern vertieft wurde.
Die Schüler/innen hatten die Eröffnungsveranstaltung im Unterricht unter der Leitung ihrer Lehrer Herrn Dr. Bär und Herrn Heiß vorbereitet und für die Wochen danach Führungen durch die Ausstellung erarbeitet, mit denen sie allen Schulklassen diejenigen Aspekte des Lebens von Franz und Franziska näherbringen, die sie besonders beeindrucken und interessieren.
Die Führungen werden auch öffentlich angeboten und kann von externen Gästen – Schulklassen, Gruppen und Einzelpersonen – besucht werden. Von Montag bis Freitag zwischen 8 und 18 Uhr kann die Ausstellung in der Aula besichtigt werden. Lediglich für Führungen ist eine Anmeldung erforderlich: ausstellung@abtei-schaeftlarn.de.
.




